BDA-Arbeitgeberbarometer
Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Unternehmen in Deutschland im Herbst 2026
Wie geht es der deutschen Wirtschaft? Dieser Frage geht die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Kooperation mit der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH nach. Für das BDA-Arbeitgeberbarometer werden jedes Quartal rund 1000 Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern befragt.
Die aktuelle Befragung des BDA-Arbeitgeberbarometers wurde zwischen dem 28. August und dem 29. September 2026 durchgeführt.
Die wichtigsten Probleme für die Unternehmen
Wichtige Probleme für das eigene Unternehmen
Die Unternehmen wurden wieder anhand verschiedener Problembereiche um eine Einschätzung gebeten, inwieweit diese für ihr eigenes Unternehmen zur Zeit ein großes Problem darstellen.
Mit 86 Prozent bleiben auch in der vierten Erhebungswelle unverändert Vorschriften und bürokratische Anforderungen das für die Unternehmen drängendste Problem.
Dahinter folgen – fast gleichauf – die Unsicherheit über politische Richtungsentscheidungen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik (76 %) sowie zu hohe Arbeitskosten (74 %).
Für 71 Prozent der Unternehmen stellt auch die Belastung durch Sozialversicherungsabgaben ein großes bzw. sehr großes Problem dar.
61 Prozent der Unternehmen bezeichnen den Arbeits- und Fachkräftemangel und jeweils 45 Prozent die mangelnde Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sowie die Vorschriften zum Arbeits- und Tarifrecht als (sehr) großes Problem für ihr Unternehmen.
... sehen sehr großes Problem bei Vorschriften und bürokratischen Anforderungen.
Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage
Bewertung der wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens
Die wirtschaftliche Lage des eigenen Unternehmens bewerten aktuell 63 Prozent der Unternehmen als gut oder sehr gut. 36 Prozent bewerten die Lage als weniger gut oder
schlecht. Damit hat sich die Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Lage durch die Unternehmen gegenüber dem Frühjahr wieder leicht verbessert.
Als weniger gut oder schlecht bewerten derzeit überdurchschnittlich häufig Unternehmen im Osten des Landes sowie im Handel und im Gastgewerbe ihre wirtschaftliche Lage.
Als gut oder sehr gut wird die eigene wirtschaftliche Lage besonders häufig von Unternehmen im Baugewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen eingeschätzt.
Erwartungen zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl in den Unternehmen
Keine Veränderungen zeigen sich bei den Einschätzungen der Unternehmen zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl im nächsten Quartal.
So planen derzeit 17 Prozent in den kommenden drei Monaten eine Erhöhung ihrer Mitarbeiterzahl.
13 Prozent gehen von einer Verringerung und 68 Prozent von keiner Veränderung beim Umfang ihrer Belegschaft aus.
Wirtschaftserwartungen für Deutschland
10 Prozent der Unternehmen, und damit etwas mehr als noch im Juni, erwarten aktuell, dass sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland in den nächsten sechs Monaten verbessern wird.
55 Prozent (gegenüber 60 Prozent im Juni) gehen von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland aus.
33 Prozent rechnen mit keiner Veränderung.
Größere Unternehmen erwarten etwas häufiger eine Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im Land als kleinere Unternehmen.
Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung
Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung generell
Ungeachtet der leichten Verbesserung bei den allgemeinen Wirtschaftserwartungen bleibt die Zufriedenheit der Unternehmen mit der Arbeit der Bundesregierung weiter auf dem niedrigen Niveau vom Juni diesen Jahres.
Unverändert 11 Prozent der Unternehmen sind mit der Arbeit der Bundesregierung insgesamt zufrieden, 89 Prozent jedoch weniger oder gar nicht zufrieden.
Zufriedenheit mit Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung
Nicht verbessert hat sich auch das Urteil der Unternehmen über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung.
9 Prozent der Unternehmen sind derzeit mit der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung zufrieden – 91 Prozent sind damit weniger oder gar nicht zufrieden.












