Schulqualität verbessern, Ausbildungsreife sicherstellen

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Die Schulleistungen in Deutschland befinden sich in einer dramatischen Abwärtsspirale. Nationale und internationale Leistungsstudien zeigen seit Jahren wachsende Kompetenzdefizite, während zugleich der Bildungserfolg weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängt.
Aus Sicht der BDA ist dies nicht nur ein bildungspolitisches, sondern auch ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Problem. Immer mehr junge Menschen verlassen die Schule ohne ausreichende Basiskompetenzen. Deshalb muss die Verbesserung der Schulqualität zu einer bildungspolitischen Priorität werden. Die BDA fordert einen grundlegenden Neustart der Schulentwicklung auf Basis von Daten, Evidenz und verbindlichen Bildungszielen. Schulqualität und Bildungsgerechtigkeit werden dabei als zwei Seiten derselben Medaille verstanden.
Zusammenfassung der neun Punkte
1. Ausgangslage systematisch erfassen
Regelmäßige Lernstandsdiagnosen schaffen die Grundlage für gezielte Förderung, wirksame Unterrichtsentwicklung und eine evidenzbasierte Bildungspolitik.
2. Leitziele priorisieren und verbindlich vereinbaren
Die Bildungspolitik soll sich auf wenige zentrale Ziele konzentrieren und deren Erreichung kontinuierlich überprüfen. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der Basiskompetenzen, die Verringerung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler sowie die stärkere Förderung leistungsstarker Jugendlicher.
3. Daten zielgerichtet und sparsam erheben
Daten sollen nur dort erhoben werden, wo sie einen konkreten Nutzen für Förderung, Schulentwicklung oder Bildungssteuerung haben. Transparenz und Datensparsamkeit sind dabei wichtige Voraussetzungen.
4. Mit Daten die Schul- und Unterrichtsentwicklung neu starten
Schulen sollen Daten systematisch nutzen, um Unterricht und Schulentwicklung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Schule wird als lernendes System verstanden, das seine Qualität auf Grundlage von Rückmeldungen verbessert.
5. Unterstützung verlässlich bereitstellen
Diagnostik darf nicht folgenlos bleiben. Erkannte Förderbedarfe müssen durch wirksame Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler sowie geeignete Unterstützungsstrukturen für Schulen aufgegriffen werden.
6. IT-Struktur sichern, KI nutzen
Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist Voraussetzung für datengestützte Schulentwicklung. Gleichzeitig sollen die Potenziale von KI und adaptiven Lernsystemen für individuelles Lernen und gezielte Förderung genutzt werden.
7. Berufliche Orientierung mit Daten stärken
Daten sollen auch im Übergang Schule-Beruf genutzt werden, um Jugendliche besser zu begleiten, Übergänge transparenter zu gestalten und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen.
8. Schüler-ID und Bildungsverlaufsregister auf den Weg bringen
Eine bundesweit nutzbare Schüler-ID und ein Bildungsverlaufsregister sollen Bildungswege besser nachvollziehbar machen, Forschung ermöglichen und die Wirksamkeit bildungspolitischer Maßnahmen transparenter bewerten helfen.
9. Neustart im Bildungsmonitoring angehen
Die BDA fordert ein verbindliches Bildungsmonitoring mit klaren Zielen, Kennziffern und regelmäßiger Erfolgskontrolle. Bund, Länder und Kommunen sollen gemeinsame Leitziele vereinbaren und deren Umsetzung systematisch nachhalten.








