Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung ist eine tragende Säule unseres Gemeinwesens und Garant für wirtschaftlichen Erfolg, Wohlstand und soziale Stabilität. Deutschland gehört auch wegen der Sozialen Marktwirtschaft heute zu den reichsten Ländern der Welt.

Soziale Marktwirtschaft ist unser Wertefundament
Freiheit und Verantwortung, Subsidiarität und Solidarität sind Werte, auf denen unsere Wirtschaftsordnung fußt und die den Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft begründen. Markenzeichen der Sozialen Marktwirtschaft ist das gleichzeitige Streben nach wirtschaftlichem Erfolg und sozialem Ausgleich. Ein gesetzlicher Rahmen für fairen Wettbewerb und wirtschaftliche Entwicklung zum Wohle aller ist die politische Grundlage. Die Soziale Marktwirtschaft bietet Freiraum zur Selbstentfaltung und Kreativität und belohnt Leistung. Sie stärkt die Verantwortung des Einzelnen und ermöglicht Solidarität für alle.
 
Freiheit mit Verantwortung verbinden – Chancengleichheit schaffen
Im Zentrum der Sozialen Marktwirtschaft steht der freie Mensch mit einem natürlichen Streben nach persönlicher Entfaltung. Untrennbar damit verbunden ist das Prinzip der Verantwortung für die eigene Lebensführung. Eigenverantwortung ist der grundlegende Beitrag eines jeden Menschen zur Gemeinschaft. Wer dazu nicht in der Lage ist, wird durch die Sozialversicherung oder die Fürsorgesysteme aufgefangen und durch die Solidargemeinschaft unterstützt.
 
Die Summe aller in Deutschland erbrachten Sozialleistungen erreichte im Jahr 2019 den Rekordwert von rund 1040 Mrd. € - also über eine Billion Euro. Die Sozialleistungen machten in den vergangenen Jahren konstant etwa ein Drittel des BIP aus. 1960 lag die Sozialleistungsquote dagegen lediglich bei 18,3 %. Unternehmen und Beschäftigte dürfen bei den Sozialabgaben gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland nicht zu stark belastet werden – schließlich muss jede staatliche Sozialleistung erst einmal erwirtschaftet werden. (Quelle: BMAS 2019)
 
Die umfangreichen sozialen Sicherungssysteme dürfen nicht zu einer dauerhaften Abhängigkeit von Sozialleistungen führen. Vielmehr müssen alle Menschen dazu befähigt werden, dauerhaft auf eigenen Beinen zu stehen. Denn nur wer Verantwortung für sich selbst trägt, kann auch Verantwortung für andere übernehmen. Wichtig sind deshalb Investitionen in Bildung und Qualifizierung. Jeder Einzelne muss die Chance erhalten, sich mit seinen jeweils eigenen Fähigkeiten in die Gesellschaft und auch in die Wirtschaft einzubringen. Selbstständigkeit und Eigeninitiative, Kreativität und Verantwortungsbereitschaft sind Voraussetzungen für eine dynamische Marktwirtschaft – diese Tugenden müssen aktiv gefördert und früh vermittelt werden.
 
Tarifautonomie stärken
Das Recht, Tarifverträge abzuschließen, ist Ausdruck des Subsidiaritätsprinzips in der Sozialen Marktwirtschaft. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften regeln gemeinsam die Arbeitsbedingungen, ohne dass der Staat darauf unmittelbar Einfluss nimmt. Die Sozialpartner haben in Deutschland mit über 77.000 Tarifverträgen ein differenziertes System von Arbeitsbeziehungen geschaffen, das die wirtschaftlichen Notwendigkeiten in einem Unternehmen mit der sozialen Teilhabe der Arbeitnehmer in den gewünschten Einklang bringt. So können statt staatlicher Pauschalregulierung individuelle Antworten nah an der Unternehmensrealität entwickelt werden. Das Prinzip der Sozialpartnerschaft – der Wille zu einvernehmlichen Lösungen – ermöglicht Stabilität und sozialen Frieden, stärkt soziale Gerechtigkeit und trägt maßgeblich zu Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand bei. Besonders in Krisenzeiten gewinnt Sozialpartnerschaft durch gemeinsame Verantwortungsübernahme der Tarifparteien entscheidende Bedeutung und trägt zu allgemeiner Akzeptanz bei.



Zahlen und Fakten

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland Sozialleistungen im Umfang von rund 1.040 Mrd. € erbracht – also über eine Billion Euro.


13. November 2020

Soziale Marktwirtschaft

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