Alles daransetzen, um das Ende der Pandemie zu erreichen


BDA AGENDA 01/21 | THEMA DER WOCHE
Ein mögliches Enddatum der Pandemie gibt jeder unternehmerischen Zukunftsplanung eine neue Perspektive. Jetzt muss die Regierung alles daransetzen, dass möglichst schnell möglichst viele geimpft werden können, damit wir die Krise schnell hinter uns lassen können und die Wirtschaft wieder ans Laufen bekommen.

Impfstoffzulassung ist Lichtblick und zeugt von Innovationskraft

Die Zulassung des Impfstoffs von BioNTech war ein echter Lichtblick und gibt eine Perspektive auf das Ende der Pandemie. Wir sind stolz, dass der erste in Europa ordentlich zugelassene Impfstoff aus Deutschland kommt. Dass in Deutschland bereits im Dezember mit dem Impfen begonnen werden konnte ist insbesondere der Innovationsfreudigkeit und Risikobereitschaft der impfstoffentwickelnden und -herstellenden Unternehmen zu verdanken. Sie sind voll ins Risiko bei der Entwicklung und bei der Produktion bereits vor Zulassungserteilung gegangen. Die Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffs innerhalb von knapp einem Jahr ist beispiellos in der Geschichte und zeugt von der hohen Innovationskraft des Wettbewerbs in der sozialen Marktwirtschaft.

Erwerbstätige so rasch wie möglich impfen

Aufgrund der zunächst begrenzten Impfstoffverfügbarkeit ist es richtig, zunächst den Personen Zugang zu Impfstoffen zu gewähren, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind und die zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens beitragen. In einer arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung erfüllen jedoch sehr viele Berufstätige eine unverzichtbare Aufgabe zur Bewältigung der Pandemiefolgen. Allen muss daher daran gelegen sein, dass die Erwerbstätigen so rasch wir möglich geimpft werden können, sobald die nach der Coronavirus-Impfverordnung prioritär Anspruchsberechtigten geimpft sind. Der Wohlstand Deutschlands und die Funktionsfähigkeit unseres Sozialsystems beruht vor allem auf der Arbeit der hier lebenden Menschen. Deshalb muss alles getan werden, dass möglichst viele Beschäftigte arbeiten können und dabei vor Infektionen geschützt sind.

Alle Möglichkeiten ausschöpfen, um schnell mehr Impfstoff zur Verfügung zu stellen

Auch aus diesem Grund müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, damit so schnell wie möglich so viel Impfstoff wie möglich bereitgestellt werden kann. Vor diesem Hintergrund sind die hierzu eingeleiteten Maßnahmen – z. B. der Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Deutschland und die bessere und effizientere Ausbeutung und Verteilung bereits vorhandener Impfstoffmengen – zu begrüßen.

Gute Kommunikation und einheitliche Organisation für Erfolg unabdingbar

Die Bereitstellung von ausreichend Impfstoff durch den Bund ist jedoch nur die halbe Miete. Nun müssen auch die Länder ihre Hausaufgaben machen und für eine reibungslose und effiziente Verimpfung sorgen. Dazu gehören neben einer klaren Kommunikation auch einfache und unkomplizierte Zugangswege für die Impfwilligen. Es ist völlig unverständlich, warum nicht in allen Bundesländern das bereits im Dezember vom Bund bereitgestellte und finanzierte zentrale Portal zur telefonischen und elektronischen Buchung von Impfterminen genutzt wird. Zügige Impfungen dürfen nicht an langsamer Verwaltung scheitern.

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