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Home > Newsroom > News > Aktuelles > Deutschland muss bei KI vom Zuschauer zum Akteur werden – gesellschaftliche Überlebensfrage
 16. Juni 2026

„Deutschland muss bei KI vom Zuschauer zum Akteur werden“ – „gesellschaftliche Überlebensfrage“


Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger und Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger anlässlich der #futurework26:

„Deutschland muss bei KI vom Zuschauer zum Akteur werden“ – „gesellschaftliche Überlebensfrage“

Berlin, 16. Juni 2026. „Wir haben kein Beschäftigungsproblem durch KI – wir haben ein Produktivitätsproblem ohne sie.“ Mit diesem Satz eröffnete Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger heute die #futurework26 in Berlin. Rund 300 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kamen zusammen, um über KI zu reden – und darüber, wie man sie konsequent und wertschöpfend einsetzt. 

Dulger machte in seiner Eröffnung deutlich, dass KI für Deutschland eine Notwendigkeit ist: „KI entwickelt sich zur Grundvoraussetzung für Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Gerade in Deutschland – mit alternder Gesellschaft und zunehmendem Fachkräftemangel – wird entscheidend sein, wie gut wir es schaffen, diese Technologie produktiv zu nutzen. Die industrielle Stärke Deutschlands. Maschinenbau, Automobilindustrie, Chemie oder Gesundheitswirtschaft verfügen über enormes Know-how und Datenwissen, das durch KI zusätzliche Wertschöpfung schaffen kann. Deutschland muss bei KI vom Zuschauer zum Akteur werden.

Dass die Bereitschaft, KI einzusetzen, in den Unternehmen wächst, belegt das aktuelle BDA-Arbeitgeberbarometer: 54 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sich Produktivität und Wachstum mit Hilfe von KI steigern lassen. Das zeigt deutlich: Wer Physical AI nur bestaunt, wird von denen überholt, die sie einsetzen.

Wenn wir unseren Wohlstand und unsere industrielle Stärke sichern wollen, müssen wir hier Tempo machen. Während die USA und China massiv investieren, diskutieren wir oft zuerst über Regulierung. Was wir anstatt dessen brauchen: mehr Mut zur Anwendung in den Unternehmen, mehr Investitionen in Technologien und Qualifikation – und vor allem Rahmenbedingungen, die Innovation ermöglichen.“

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger zeichnete in seiner Keynote ein ambitioniertes Bild der digitalen Agenda: „KI ist das letzte Fenster, das nicht lange offen bleibt. Wir brauchen das Wachstum, das diese Technologie mit sich bringt – um den Umbau unserer Wirtschaft zu finanzieren und unsere Souveränität zu sichern.“ Deutschland müsse dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig handeln: eigene Chipfertigung aufbauen, leistungsfähige Sprachmodelle entwickeln und KI-Anwendungen in die industrielle Stärke einbetten. Den engen Schulterschluss mit der Wirtschaft bezeichnete Wildberger als Voraussetzung für den Erfolg. Und er gab der Debatte um KI und Beschäftigung eine klare Richtung: „Ich glaube nicht, dass wir von der Maschine ersetzt werden – sondern von dem Menschen, der KI nutzt.“ Die entscheidende Frage laute: Wie schaffen wir es, Wirtschaft und Verwaltung in allen Bereichen mit KI umzubauen – und den Menschen dabei zu helfen, mit dieser Technologie zu lernen und zu wachsen? Wildberger: „Das ist die zentrale Aufgabe, an der ich mit meinem Ministerium Tag für Tag arbeite – und eine gesellschaftliche Überlebensfrage.“

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