

Zur BDA-Netzwerkkonferenz in München erklären Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger und vbw Präsident Wolfram Hatz:
Raus aus dem Reparaturmodus – jetzt die XXL-Reformbretter bohren
München, 20. April 2026. Bei einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder in München haben die deutschen Arbeitgeberverbände den Druck auf die Bundesregierung deutlich erhöht und eine konsequente Umsetzung der Reformagenda eingefordert.
Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger sagt: „Deutschland darf sich nicht länger im Reparaturmodus verlieren. Was wir jetzt brauchen, sind keine punktuellen Entlastungsversprechen, sondern ein tragfähiges Reformpaket für den Standort. Es ist Zeit, die richtig harten Reformbretter zu bohren – konsequent und ohne Umwege.
Bei der gesetzlichen Krankenversicherung zeigt die Bundesregierung, dass Reformtempo möglich ist. Jetzt entscheidet sich, ob daraus auch echte Entlastung wird. Mit der geplanten Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze verlässt die Koalition jedoch den Pfad der Beitragsstabilität und belastet gezielt Arbeit und Beschäftigung. Entweder die Politik bremst die Ausgabendynamik jetzt spürbar – oder sie treibt die Lohnnebenkosten weiter nach oben. Beides zugleich geht nicht.
Wer höhere Arbeitskosten beschließt, darf sich nicht über schwaches Wachstum, Investitionszurückhaltung und Stellenabbau wundern.“
vbw Präsident Wolfram Hatz betont: „Wir brauchen endlich den Mut, auch unbequeme Reformen anzugehen. Um in Deutschland und im Freistaat den Kern unserer Wirtschaft, die Industrie, am Leben zu erhalten, brauchen wir strukturelle Veränderungen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit wieder herstellen.
Dazu gehört ein gesundes Augenmaß bei den Arbeitskosten, endlich den Beginn des lang versprochenen Bürokratieabbaus und eine drastische Kurskorrektur bei den sozialen Sicherungssystemen. Nur so schaffen wir den Turnaround und bringen unser Land wieder auf Kurs.“



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