
Die Unternehmen wurden wieder anhand verschiedener Problembereiche um eine Einschätzung gebeten, inwieweit diese für ihr eigenes Unternehmen zur Zeit ein großes Problem darstellen.
Mit 86 Prozent bleiben auch in der vierten Erhebungswelle unverändert Vorschriften und bürokratische Anforderungen das für die Unternehmen drängendste Problem.
Dahinter folgen – fast gleichauf – die Unsicherheit über politische Richtungsentscheidungen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik (76 %) sowie zu hohe Arbeitskosten (74 %).
Für 71 Prozent der Unternehmen stellt auch die Belastung durch Sozialversicherungsabgaben ein großes bzw. sehr großes Problem dar.
61 Prozent der Unternehmen bezeichnen den Arbeits- und Fachkräftemangel und jeweils 45 Prozent die mangelnde Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sowie die Vorschriften zum Arbeits- und Tarifrecht als (sehr) großes Problem für ihr Unternehmen.
... sehen sehr großes Problem bei Vorschriften und bürokratischen Anforderungen.
Die wirtschaftliche Lage des eigenen Unternehmens bewerten aktuell 63 Prozent der Unternehmen als gut oder sehr gut. 36 Prozent bewerten die Lage als weniger gut oder
schlecht. Damit hat sich die Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Lage durch die Unternehmen gegenüber dem Frühjahr wieder leicht verbessert.
Als weniger gut oder schlecht bewerten derzeit überdurchschnittlich häufig Unternehmen im Osten des Landes sowie im Handel und im Gastgewerbe ihre wirtschaftliche Lage.
Als gut oder sehr gut wird die eigene wirtschaftliche Lage besonders häufig von Unternehmen im Baugewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen eingeschätzt.
Keine Veränderungen zeigen sich bei den Einschätzungen der Unternehmen zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl im nächsten Quartal.
So planen derzeit 17 Prozent in den kommenden drei Monaten eine Erhöhung ihrer Mitarbeiterzahl.
13 Prozent gehen von einer Verringerung und 68 Prozent von keiner Veränderung beim Umfang ihrer Belegschaft aus.
10 Prozent der Unternehmen, und damit etwas mehr als noch im Juni, erwarten aktuell, dass sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland in den nächsten sechs Monaten verbessern wird.
55 Prozent (gegenüber 60 Prozent im Juni) gehen von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland aus.
33 Prozent rechnen mit keiner Veränderung.
Größere Unternehmen erwarten etwas häufiger eine Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im Land als kleinere Unternehmen.
Ungeachtet der leichten Verbesserung bei den allgemeinen Wirtschaftserwartungen bleibt die Zufriedenheit der Unternehmen mit der Arbeit der Bundesregierung weiter auf dem niedrigen Niveau vom Juni diesen Jahres.
Unverändert 11 Prozent der Unternehmen sind mit der Arbeit der Bundesregierung insgesamt zufrieden, 89 Prozent jedoch weniger oder gar nicht zufrieden.
Nicht verbessert hat sich auch das Urteil der Unternehmen über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung.
9 Prozent der Unternehmen sind derzeit mit der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung zufrieden – 91 Prozent sind damit weniger oder gar nicht zufrieden.
Die Unternehmen wurden um eine Einschätzung gebeten, welche Faktoren sie für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmen als die größten Risiken einstufen. Wie die Übersicht zeigt, ergibt sich im Hinblick auf die wahrgenommenen Risiken eine recht klare Rangfolge.
Als größte Risiken für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens werden zu viele Vorschriften und Regulierungen (83 %), zu hohe Arbeitskosten (79 %) und zu hohe Energiepreise (72 %) benannt.
Sechs von zehn Unternehmen sehen große Risiken für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens durch einen Mangel an Fachkräften (60 %) und durch zu hohe Unternehmenssteuern (58 %). 52 Prozent nennen in diesem Zusammenhang eine unsichere Nachfrage und 46 Prozent eine veraltete Infrastruktur in Deutschland.
Rund ein Drittel (36 %) sieht in der fehlenden Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ein großes Risiko für den Erfolg ihres Unternehmens. Vergleichsweise selten genannt werden Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung (17 %).
Für den Fall, dass die Sozialversicherungsbeiträge bzw. die Lohnzusatzkosten weiter steigen sollten, erwarten 82 Prozent der Unternehmen eine geringere Gewinnmarge und ähnlich viele auch eine Erhöhung der Preise für ihre Kunden (79 %).
61 Prozent gehen in diesem Fall von weniger Neueinstellungen und 59 Prozent von einer Verschiebung von Investitionen aus.
Rund ein Drittel erwartet als Auswirkung steigender Lohnzusatzkosten eine stärkere Automatisierung von Abläufen im eigenen Unternehmen.
Die große Unzufriedenheit der Unternehmen mit der Arbeit der Bundesregierung dürfte in hohem Maße darauf zurückzuführen sein, dass nur 3 Prozent der Unternehmen den Eindruck haben, dass die Bundesregierung genug tut, um die Bedingungen für Unternehmen grundlegend zu verbessern und den Wirtschaftsstandort dauerhaft zu stärken.
94 Prozent finden hingegen, dass die Bundesregierung für die Stärkung der Wirtschaft zu wenig tut.



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