ESSPass jetzt einführen – Arbeitsmobilität endlich entlasten

BDA AGENDA 04/26 | THEMA DER WOCHE | 19. Februar 2026
ESSPass jetzt einführen – Arbeitsmobilität endlich entlasten
Grenzüberschreitende Arbeitsmobilität gehört zu den Grundfreiheiten des europäischen Binnenmarkts – doch analoge Bürokratie und zersplitterte Verfahren bremsen sie seit Jahren aus. Unternehmen kämpfen mit papierbasierten A1-Bescheinigungen, uneinheitlichen Prüfroutinen und fehlender digitaler Verifizierung. Die Folgen: hoher Aufwand, Rechtsunsicherheit, unnötige Kosten. Die Digitalisierung der Sozialversicherungskoordination ist überfällig – und entscheidend für einen funktionierenden Binnenmarkt.
Mit dem Europäischen Sozialversicherungsausweis (ESSPass) und der EUDI-Wallet stehen erstmals Instrumente bereit, die echte Entlastung bringen können: durch digitale, EU-weit einheitliche Echtzeit-Verifizierung zentraler Dokumente wie A1-Bescheinigungen oder der europäischen Krankenversicherungskarte. Voraussetzung ist eine verbindliche, ambitionierte und koordinierte Umsetzung – noch vor Ende dieses Jahrzehnts.
1. Sozialversicherungskoordination modernisieren
Der ESSPass muss rasch eingeführt und in allen Mitgliedstaaten verpflichtend werden. Nur einheitliche Standards und klare Fristen schaffen Rechtssicherheit und verhindern nationale Sonderwege. Heutige PDF-A1-Bescheinigungen sind kaum fälschungssicher und erschweren Kontrollen. Digitale Verifizierung über den ESSPass würde Unternehmen spürbar entlasten und Missbrauch wirksam begrenzen. Für Aktualität und Richtigkeit der Daten müssen die Behörden verantwortlich bleiben – nicht die Unternehmen.
2. A1-Bürokratie abschaffen
Auch die beste Digitalisierung hilft wenig, wenn unnötige Pflichten bestehen bleiben. Kurzzeitige Geschäfts- und Dienstreisen oder Notfalleinsätze lösen keinen Wechsel des Sozialversicherungsrechts aus – dennoch müssen Unternehmen A1-Bescheinigungen beantragen. Diese Pflicht gehört grundsätzlich abgeschafft. Parallel braucht es ein EU-weit einheitliches digitales A1-Verfahren, das nationale Insellösungen ersetzt und doppelte Dateneingaben überflüssig macht.
3. EUDI-Wallet als zentrale Infrastruktur nutzen
Die EUDI-Wallet muss zur digitalen Basis für Arbeitsmobilität werden. Alle relevanten Dokumente – von der A1-Bescheinigung über die Entsendemeldung bis zur Krankenversicherungskarte – sollten integriert sein. Papierbasierte Alternativen dürfen nur ausnahmsweise fortbestehen. Ergänzend kann das „European Business Wallet" Unternehmen bei Identifizierung, Authentifizierung und Signatur unterstützen.
Fazit
Europa hat die Chance, Arbeitsmobilität im 21. Jahrhundert ankommen zu lassen. ESSPass, EUDI-Wallet und ein modernes A1-Verfahren können Unternehmen massiv entlasten – wenn die Umsetzung verbindlich, einheitlich und ohne nationale Umwege erfolgt. Der Binnenmarkt braucht digitale Lösungen, die überall funktionieren. Nur so bleibt Europa wettbewerbsfähig.
ESSPass jetzt einführen – Arbeitsmobilität endlich entlasten
Grenzüberschreitende Arbeitsmobilität gehört zu den Grundfreiheiten des europäischen Binnenmarkts – doch analoge Bürokratie und zersplitterte Verfahren bremsen sie seit Jahren aus. Unternehmen kämpfen mit papierbasierten A1-Bescheinigungen, uneinheitlichen Prüfroutinen und fehlender digitaler Verifizierung. Die Folgen: hoher Aufwand, Rechtsunsicherheit, unnötige Kosten. Die Digitalisierung der Sozialversicherungskoordination ist überfällig – und entscheidend für einen funktionierenden Binnenmarkt.
Mit dem Europäischen Sozialversicherungsausweis (ESSPass) und der EUDI-Wallet stehen erstmals Instrumente bereit, die echte Entlastung bringen können: durch digitale, EU-weit einheitliche Echtzeit-Verifizierung zentraler Dokumente wie A1-Bescheinigungen oder der europäischen Krankenversicherungskarte. Voraussetzung ist eine verbindliche, ambitionierte und koordinierte Umsetzung – noch vor Ende dieses Jahrzehnts.
1. Sozialversicherungskoordination modernisieren
Der ESSPass muss rasch eingeführt und in allen Mitgliedstaaten verpflichtend werden. Nur einheitliche Standards und klare Fristen schaffen Rechtssicherheit und verhindern nationale Sonderwege. Heutige PDF-A1-Bescheinigungen sind kaum fälschungssicher und erschweren Kontrollen. Digitale Verifizierung über den ESSPass würde Unternehmen spürbar entlasten und Missbrauch wirksam begrenzen. Für Aktualität und Richtigkeit der Daten müssen die Behörden verantwortlich bleiben – nicht die Unternehmen.
2. A1-Bürokratie abschaffen
Auch die beste Digitalisierung hilft wenig, wenn unnötige Pflichten bestehen bleiben. Kurzzeitige Geschäfts- und Dienstreisen oder Notfalleinsätze lösen keinen Wechsel des Sozialversicherungsrechts aus – dennoch müssen Unternehmen A1-Bescheinigungen beantragen. Diese Pflicht gehört grundsätzlich abgeschafft. Parallel braucht es ein EU-weit einheitliches digitales A1-Verfahren, das nationale Insellösungen ersetzt und doppelte Dateneingaben überflüssig macht.
3. EUDI-Wallet als zentrale Infrastruktur nutzen
Die EUDI-Wallet muss zur digitalen Basis für Arbeitsmobilität werden. Alle relevanten Dokumente – von der A1-Bescheinigung über die Entsendemeldung bis zur Krankenversicherungskarte – sollten integriert sein. Papierbasierte Alternativen dürfen nur ausnahmsweise fortbestehen. Ergänzend kann das „European Business Wallet“ Unternehmen bei Identifizierung, Authentifizierung und Signatur unterstützen.
Fazit
Europa hat die Chance, Arbeitsmobilität im 21. Jahrhundert ankommen zu lassen. ESSPass, EUDI-Wallet und ein modernes A1-Verfahren können Unternehmen massiv entlasten – wenn die Umsetzung verbindlich, einheitlich und ohne nationale Umwege erfolgt. Der Binnenmarkt braucht digitale Lösungen, die überall funktionieren. Nur so bleibt Europa wettbewerbsfähig.








