14.12.2017

Wirtschaft und Menschenrechte: „Global Deal“ weiterhin mit wenig Unterstützung aus Wirtschaft und Politik

Die Initiative „Global Deal“ hat durch den Sozialgipfel am 17. November 2017 in Göteborg weitere Aufmerksamkeit erfahren. Die International Organisation of Employers (IOE) und die BDA haben seit Gründung des Global Deal die Initiative begleitet und beraten Ihre Mitglieder hierzu.
Global Deal setzt neue Vorgaben für Lieferketten

Der Global Deal wurde im September 2016 gegründet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine neuere CSR-/Lieferketteninitiative. Von Unternehmen, welche dem Global Deal beitreten wollen, wird folgendes verlangt:
  • Ergreifung von Maßnahmen zur Förderung des sozialen Dialogs
  • Bereitschaft, auf lokaler, regionaler, nationaler oder globaler Ebene über Vereinbarungen zu verhandeln (TCAs sind davon erfasst)
  • Durchführung von „Due Diligence" in Übereinstimmung mit internationalen Standards
  • Öffentliche Berichterstattung über durchgeführte Maßnahmen

BDA sieht Global Deal kritisch

Unterstützung zum Global Deal gab es bislang von einigen Regierungen, Gewerkschaften sowie ILO, Organization for Econemic Cooperation and Development (OECD) und dem UN Global Compact. Fast keine Unterstützung hat er bislang von Unternehmen und Arbeitgeberverbänden erhalten. Nur sehr wenige Unternehmen sind dem Global Deal bislang beigetreten. Hintergrund hierfür ist, dass es bereits eine Vielzahl von CSR-/Lieferketteninitiativen gibt. Auch sind bei der Erarbeitung der Initiative der schwedische Arbeitgeberverband SN und die IOE nicht konsultiert worden. Beide werden auch zukünftig nicht dem „Global Deal" beitreten.

Alles Weitere zur Initiative kann unter folgendem Link abgerufen werden:
http://www.theglobaldeal.com/

Informationen zum euro info - Text
erstellt von: 

Paul Noll (Email: p.noll@arbeitgeber.de)