28.11.2013

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Nicht auf Erfolgen am Arbeitsmarkt ausruhen

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:
Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich weiter robust. Bei den Erwerbstätigen haben wir mit über 42 Millionen einen historischen Rekord. Davon sind fast 30 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so viele wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Das ist umso erfreulicher, als Arbeit der beste Schutz vor Armut ist. Selbst die Aufnahme einer zunächst einfachen, geringer entlohnten Beschäftigung senkt das Armutsrisiko. Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro würde gerade für junge Menschen ohne Berufserfahrung und Geringqualifizierte eine Hürde am Arbeitsmarkt sein.

Wir dürfen uns auf den nachweisbaren Arbeitsmarkterfolgen nicht ausruhen, sondern müssen unsere Anstrengungen weiter erhöhen, Arbeitslose in Beschäftigung zu bringen. Voraussetzung dafür sind gezielte Weiterbildung und Qualifizierung ebenso wie Flexibilität und Durchlässigkeit am Arbeitsmarkt. Flexible Beschäftigungsformen wie Teilzeitbeschäftigung, Befristung oder Zeitarbeit haben maßgeblich dazu beigetragen, dass hunderttausenden Arbeitslosen der Einstieg in Arbeit gelungen ist.

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt darf nicht kleingeredet werden. Dies geschieht gerade bei der Diskussion über die Entwicklung des Arbeitsvolumens. Zu Beginn der 1990er Jahre gab es noch viele unproduktive Beschäftigungsverhältnisse in den neuen Bundesländern, die in den folgenden Jahren abgebaut werden mussten. Wer die Wirkung der Arbeitsmarktreformen bewerten will, muss bei einem Vergleich später ansetzen. Der Erfolg der Agenda 2010 spiegelt sich auch beim Arbeitsvolumen wider: Im Jahr 2012 wurde in Deutschland 2,2 Milliarden Stunden mehr gearbeitet als 2005 – das entspricht einem Zuwachs von 3,9 Prozent. Selbst die Krise 2009 konnte den Anstieg kaum und nur vorübergehend bremsen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 064/2013, 28. November 2013

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