29.05.2013

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Ungerechtfertigt und unverantwortlich, Lage am Arbeitsmarkt schlechtzureden

Zu den heutigen Forderungen des DGB erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:
Die Versuche, die Lage am Arbeitsmarkt schlechtzureden und Zerrbilder zu verbreiten, sind völlig ungerechtfertigt und sogar unverantwortlich. Immer mehr Menschen in Deutschland schaffen den Sprung in Beschäftigung. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat aufgrund der richtigen Reformen am Arbeitsmarkt und der richtigen Tarifpolitik kräftig zugelegt.

Die von den Gewerkschaften behauptete massenhafte Verdrängung regulärer Stammarbeitsplätze durch flexible Beschäftigungsformen findet nicht statt. Vielmehr ist die Zahl so genannter Normalarbeitsverhältnisse von 2006 bis 2011 dreimal stärker gestiegen als die der flexibel Beschäftigten. Flexible Beschäftigung ist nicht zulasten, sondern zusätzlich zu Normalarbeitsverhältnissen entstanden.

Gerade einmal zwei Prozent aller Erwerbstätigen sind in der Zeitarbeit beschäftigt. Der Anteil der Befristungen an allen abhängig Beschäftigten liegt seit Jahren konstant unter zehn Prozent. Die Zahl der ausschließlich im Minijob Beschäftigten stagniert seit 2003. Zudem ist in keinem anderen Land in Europa die Jugendarbeitslosigkeit niedriger als in Deutschland. Flexible Beschäftigungsformen haben lange vom Arbeitsmarkt ausgesperrten Menschen den Einstieg in Arbeit in vielen Fällen überhaupt erst ermöglicht. Wer die Einstellungshürden wieder erhöht, verhindert gerade für die Schwächsten die Chancen auf beruflichen Ein- und Aufstieg.

PRESSE - INFORMATION Nr. 034/2013, 29. Mai 2013

Die Presse - Information Nr. 034/2013 steht Ihnen als pdf-Dokument unter "weiterführende Informationen" zum Download zur Verfügung
.
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN