28.02.2014

BDA: Sozialinitiative von Deutscher Bischofskonferenz und Evangelischer Kirche in Deutschland bietet wichtige wirtschafts- und ordnungspolitische Orientierungen

Zum heute veröffentlichten Papier „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" der gemeinsamen Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland erklärt die BDA:
Die BDA begrüßt die gemeinsame Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Kirchen würdigen die Soziale Marktwirtschaft zu Recht als Ordnungsrahmen, der bestmöglich Wettbewerb, Leistungsstreben und Marktwirtschaft mit sozialem Ausgleich verbindet.

Die beiden Kirchen heben die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hervor und weisen zu Recht auf den Zusammenhang mit den Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre hin. Es ist sehr bemerkenswert, dass die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland anmahnen, in der gesellschaftspolitischen Debatte nicht nur Verteilungsfragen ins Zentrum zu stellen, sondern Teilhabe- und Chancengerechtigkeit verstärkt in den Fokus zu rücken.

Die BDA teilt auch die Mahnung der beiden Kirchen, bei der Ausgestaltung eines gesetzlichen Mindestlohns darauf zu achten, keine bestehenden Arbeitsverhältnisse zu verdrängen und keine neuen Barrieren zum Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Diese wichtige Mahnung beider Kirchen sollte die Politik dringend beachten.

Die BDA begrüßt das Bekenntnis der Kirchen zur Tarifautonomie und die Anregung, die Tarifeinheit rechtlich zu stärken. Zu Recht wird von den Kirchen auf die negativen Tendenzen kurzsichtiger Eigeninteressen von Spartengewerkschaften und die Gefahr der Entsolidarisierung innerhalb von Belegschaften hingewiesen. Eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit ist daher zwingend erforderlich.

Die BDA unterstützt den nachdrücklichen Appell der Sozialinitiative, frühkindlicher Bildung und lebenslangem Lernen größere Bedeutung beizumessen. Es ist wichtig, dass gerade die Kirchen auf diesen zentralen Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und besserer Bildung hinweisen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 014/2014, 28. Februar 2014

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