01.03.2016

Arbeitgeberpräsident Kramer: Integration von Flüchtlingen braucht langen Atem, ist aber ein lohnender Weg

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
Wir müssen die weiterhin gute Arbeitsmarktlage nutzen, um Langzeitarbeitslose, aber auch Flüchtlinge mit Bleibeperspektive bestmöglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Der jüngst eingeführte einheitliche Ausweis für Flüchtlinge und der automatische Datenaustausch zwischen allen beteiligten Behörden sind wesentliche Grundlage für eine effektive Beschleunigung der Asylverfahren und eine zügige Integration von Flüchtlingen. Mit der notwendigen Beschleunigung der Asylverfahren werden schon bald zahlreiche arbeitssuchende Flüchtlinge die Jobcenter anlaufen. Die Jobcenter müssen personell und finanziell gut gerüstet sein, um sie zügig in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen und die Unternehmen dabei gezielt zu unterstützen, Flüchtlinge einzustellen. Zudem müssen die Angebote zur Sprachförderung sofort und den tatsächlichen Bedarfen entsprechend ausgebaut werden und die Instrumente flexibel auch bei flankierendem Sprachförderbedarf einsetzbar sein.


Bei großen wie kleinen Unternehmen ist die Bereitschaft, Flüchtlingen eine Chance zu geben, durchweg hoch. Klar ist aber auch, dass die Integration von Flüchtlingen einen langen Atem braucht. Es ist ein schwieriger und steiniger, aber auf jeden Fall lohnender Weg, auf den wir uns alle machen müssen. Und in 20 Jahren werden wir rückblickend sagen, wir waren engagiert und realistisch und haben die Chancen bestmöglich ergriffen.


PRESSE - INFORMATION Nr. 011/2016, 1. März 2016

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