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Neustart beim BAVC in Wiesbaden

Von Anna Munk

3. März 2017 Der Abschied aus Leverkusen fiel mir sichtlich schwer. Ich hatte mich so an die Kollegen, die Mitgliedsunternehmen und die Arbeit „an der Front“ gewöhnt, dass ich fast gar nicht mehr dort weg wollte. Dennoch habe ich mich auch sehr auf die neuen Herausforderungen bei der Arbeit in einem Bundesarbeitgeberverband gefreut.

Für die kommenden sechs Monate bin ich nun beim Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) in Wiesbaden stationiert. Dieser Verband ist so organisiert, dass nicht die einzelnen Unternehmen die Mitglieder sind, sondern die Landesverbände, wie z.B. Hessen Chemie. Dies ist schon einmal ein wesentlicher Unterschied zu dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Rhein-Wupper, in dem ich vorher gearbeitet habe. In einem Bundesarbeitgeberverband liegt der Fokus der Arbeit mehr auf der Lobby-Arbeit und der politischen Einflussnahme. Es werden zudem Leitfäden, Kommentare zu den einzelnen Tarifverträgen der Branche sowie Rundschreiben erstellt. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter an diversen Arbeitskreisen teil. So wie ich das bisher mitbekommen habe, ist das Verhältnis zwischen dem BAVC und der IG BCE relativ kooperativ und gut, was ich so aus der Metall-und Elektroindustrie nicht gewohnt war.

Ich musste mir für meine Zeit hier in Wiesbaden eine Wohnung bzw. WG suchen, was jedoch problemloser ablief, als ursprünglich gedacht. Allerdings sind die Mieten hier immens hoch: ich zahle für mein WG-Zimmer in Wiesbaden mehr als für meine gesamte Wohnung in Düsseldorf. Der Vorteil ist allerdings, dass ich zur Arbeit laufen kann.

Mein erster Arbeitstag im neuen Verband war geprägt von zahlreichen neuen Eindrücken. Ich wurde den insgesamt ca. 40 Mitarbeitern – verteilt auf 2 Etagen – freundlich vorgestellt und durch die Räumlichkeiten geführt. Anschließend wurde mir mein eigenes geräumiges und modern eingerichtetes Büro gezeigt. Die Mitarbeiter sind alle sehr nett. Von meinen Kollegen aus der Abteilung „Tarifpolitik, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt“ wurde ich auch gleich für die Vorbereitung einer Arbeitsgruppe innerhalb eines Arbeitskreises eingespannt.

Ganz in der Nähe des Verbandes befindet sich auch eine Kantine, die wir mitbenutzen dürfen. Ansonsten gibt es keinerlei Essensmöglichkeiten in der näheren Umgebung, was aber nicht weiter schlimm ist. Das Essen dort ist sehr lecker.

Heute habe ich erfahren, dass auch ich an einigen Arbeitskreisen und Auswärtsterminen teilnehmen darf, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Am kommenden Wochenende nehme ich erneut an einem ISWA Seminar, diesmal zum Thema „Tarifbindung, Tarifautonomie, Tarifeinheit - Perspektiven für die nächste Legislaturperiode“, in Berlin teil. Dabei wird auch mein neuer Chef, Herr Dr. Klaus-Peter Stiller (Hauptgeschäftsführer vom BAVC), einen Vortrag zum Thema „Die Rolle der Verbände in einer sich ändernden Arbeitswelt -welche Zukunft hat die Tarifautonomie?“ halten. Ich freue mich, dass ich daran teilnehmen darf und werde anschließend berichten, wie es war.

Ich bin gespannt auf meine neuen Aufgaben in den kommenden Wochen.

Viele Grüße aus Wiesbaden!

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