03.09.2015

Flexible Betreuungszeiten in Kitas

Mit bis zu 100 Millionen Euro sollen flexiblere Betreuungszeiten für Kinder gefördert werden. Die BDA unterstützt das Programm "KitaPlus"
Gäste bedienen, Busse steuern, Menschen pflegen – das alles sind berufliche Tätigkeiten, die mit den üblichen Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in der Regel nicht kompatibel sind. Insbesondere Arbeitsuchende, Berufsrückkehrer/innen, Selbstständige, Alleinerziehende und Paareltern, deren berufliche Tätigkeit mit einem Schichtdienst verbunden ist, in Randzeiten oder auf Wochenenden fällt, stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor große Herausforderungen. Betroffen sind große Berufsgruppen wie zum Beispiel Pflegekräfte, Medizinerinnen und Mediziner, Polizei und Rettungskräfte, Berufstätige in der Gastronomie oder im Hotelgewerbe, im Einzelhandel, in der Flugbranche, und in weiteren Verkehrsberufen.

Kinder sollen auch in diesen Fällen eine hochwertige Betreuung und eine frühe Chance auf Teilhabe und Bildung erhalten können. Und Eltern benötigen passgenaue Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit dem Bundesprogramm „KitaPlus“ sollen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen daher unterstützt werden, am Kindeswohl orientierte, individuelle und auf die Bedarfe der Familie abgestimmte Betreuungszeiten anzubieten.

Es geht dabei nicht um längere Betreuungszeiten sondern um Betreuung zu Zeiten, in denen der Bedarf besteht und die außerhalb aktuell üblicher Öffnungszeiten liegen. Dabei ist die Balance zwischen den Interessen der Familie und der Arbeitswelt zu beachten.

Als Kooperationspartner aus Politik, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Gewerkschaften würden wir uns sehr freuen, wenn auch Sie sich an dem Bundesprogramm „KitaPlus“ beteiligen. Das Interessenbekundungsverfahren ist ab sofort eröffnet. Weitere Informationen zu dem Programm sowie zu den Fördervoraussetzungen erhalten Sie unter www.frühe-chancen.de/kitaplus.
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