Jan

26

Immer noch in Essen - immer noch eine spannende Zeit

Von Lutz Ruhkopf

Mein letzter Eintrag liegt schon eine Weile zurück, aber umso mehr gibt es zu berichten:
Meine ursprünglich angedachte Zeit von 4 Monaten beim Essener Unternehmensverband wurde um 2 weitere Monate verlängert. Ich bin daher ein gutes Beispiel dafür, dass es im Rahmen des GFN-Programms auch möglich ist, eine längerfristige Stage bei einem Verband zu absolvieren. Ich denke dies ist durchaus sinnvoll, da man noch stärker in den Alltagsbetrieb einbezogen werden kann.

So werden 1 bis 2 Gerichtstermine pro Woche langsam schon fast zur Routine, wobei keine Verhandlung der anderen gleicht. Aber gerade hierin liegt der Reiz der Termine, da man vorher nie zu 100 Prozent weiß, ob der/die Vorsitzende oder die Kammer dem Sachvortrag bzw. den eigenen Rechtsausführungen auch tatsächlich folgen wird.

Da der Essener Unternehmensverband nicht auf die Stadt Essen beschränkt ist, gingen die Gerichtstermine mit verschiedenen Reisen einher. So war ich in meiner bisherigen Zeit schon bei den Arbeitsgerichten in Düsseldorf, Oberhausen, Krefeld, München, Gießen und Magdeburg. In kurzer Zeit habe ich somit schon einige Arbeitsgerichte in den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands kennengelernt.

Als schöner Nebeneffekt sieht man hierbei viele schöne Orte in Deutschland, an die man sonst nicht kommen würde. Auch wenn man nicht aus reinem Vergnügen anreist, hat man doch die eine oder andere freie Minute, um sich zumindest ein Bild der Stadt zu machen.

Desweiteren wird die Bindung zu den einzelnen Mitgliedsunternehmen zunehmend enger. Da ich nun schon einige Beratungsgespräche geführt habe, kommen die jeweiligen Personalverantwortlichen nun auch ohne „Umweg“ mit ihren Anfragen direkt auf mich zu.
Dies hat den Vorteil, dass man ein immer besseres Gespür für die Eigenheiten der Mitgliedsunternehmen bekommt. Dies spielt bei der arbeitsrechtlichen Beratung eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Die Stage beim Essener Unternehmensverband beschränkt sich aber nicht auf die reine juristische Beratung der Mitgliedsunternehmen.

So vergibt der Verband auch Stipendiate an besonders talentierte Studierende der Region. Um den Kontakt zwischen den Förderern und den Stipendiaten herzustellen, veranstaltet die Universität Essen einmal im Jahr ein „Get-together“, bei dem es zu einem Austausch mit den Studierenden kommt.

An dieser Veranstaltung durfte ich – gemeinsam mit einer Kollegin aus der Presseabteilung – als Vertreter des Verbandes teilnehmen. Da es sich bei den Stipendiaten zumeist um Ingenieurswissenschaftliche Studiengänge handelt, gab es für mich viel Nachfrage und Redebedarf. Abgerundet wurde dies durch ein hervorragendes Buffet und musikalische Begleitung.

Die Stage bleibt daher weiterhin sehr abwechslungsreich.

Bis demnächst!

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