26.09.2019

Fakten zur Globalisierung (3)

Fakt: Handelsliberalisierung fördert Innovationen und Produktvielfalt in Entwicklungsländern 
Handelserleichterungen verbessern das Investitionsklima und ziehen ausländische Direktinvestitionen an.
  • Beispiel Vietnam: Das Land verfolgte seit Mitte der 1980er-Jahre unter dem Schlagwort Doi Moi eine systematische Wirtschaftserneuerung und trat 2007 auch dem Welthandelsabkommen GATT bei. Nicht zuletzt aufgrund dieser kontinuierlichen Öffnung konnte im Jahr 2017 ein neuer Rekordwert von über 14 Milliarden US-$ beim Nettozufluss ausländischer Direktinvestitionen erzielt werden. Im Jahr 1990 betrugen diese lediglich 180 Millionen US-$.  
  • Durch ausländische Direktinvestitionen können Entwicklungsländer von verbessertem Marktzugang, technologischem Fortschritt und der Entwicklung ihrer Humanressourcen profitieren. Die Entwicklung der Schnittblumenindustrie in Kenia wurde so beispielsweise von den Technologien gefördert, die durch die Direktinvestitionen aus Holland ins Land kamen.
  • Gerade in Entwicklungsländern, die oftmals stark von Agrarprodukten oder natürlichen Ressourcen abhängig sind, führt Handelsliberalisierung zu einer Diversifikation von Exportgütern. Dadurch können beispielsweise Ernteausfälle aufgrund extremer Wetterphänomene besser abgefedert und Schäden für die Gesamtwirtschaft begrenzt werden. So konnte beispielsweise Marokko – begünstigt durch Handelsabkommen mit der EU und den USA – seine Automobilindustrie stark ausbauen und die Abhängigkeit von der Agrarwirtschaft reduzieren. Allein zwischen den Jahren 2009 und 2014 stieg der Anteil von Automobilprodukten an den Gesamtexporten auf 30 Prozent an.