24.05.2018

Grundlegendes Update für Datenschutz notwendig – neuer Bürokratieaufwand für den deutschen Mittelstand große Hürde

Zu der ab morgen geltenden Datenschutz-Grundverordnung und dem Inkrafttreten des neuen Bundesdatenschutzgesetzes erklärt die BDA:
Die Umsetzung der neuen Datenschutzbestimmungen stellen Unternehmen und Verbände vor große und teilweise auch neue Herausforderungen. In der Praxis besteht nach wie vor Rechtsunsicherheit über Umfang und Anwendungsbereich der einzelnen Pflichten und deren Auslegung. Vor allem für den deutschen Mittelstand, den es in dieser ausgeprägten Form in keinem anderen EU-Staat gibt, sind die neuen Regeln eine hohe Hürde.

Der Schutz persönlicher Daten ist ein wichtiges Anliegen, auch und gerade im Beschäftigungsverhältnis. Dieser Schutz wird nicht dadurch gewährleistet, die Entstehung und Gewinnung von Daten zu behindern. Daten sind ein zentraler Rohstoff für das digitale Leben und Arbeiten. Datenschutz ist daher kein Kontrapunkt zu Big Data. Ganz im Gegenteil: Er flankiert die Gewinnung und Bewertung von Daten und kann, soll und darf sie nicht verhindern.

Daher muss das Datenschutzrecht insgesamt überdacht und dort angepasst werden, wo es den Gegebenheiten der digitalen Welt nicht entspricht. Die Chancen der Digitalisierung können dann optimal genutzt werden, wenn die Verarbeitung großer Datenmengen ohne Bürokratie und unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Einzelnen möglich ist.