26.04.2018

Girls‘ Day 2018 bei der BDA: Weg mit alten Rollenbildern!

Die Botschaft ist klar: Zum bundesweiten Girls‘ Day fordert Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer eine flächendeckende und klischeefreie Berufsorientierung an Schulen: „Mir ist besonders wichtig, dass unsere jungen Frauen im Leben durchstarten können!“ Die BDA öffnete auch zum Girls‘ Day 2018 wieder ihre Türen für interessierte Schülerinnen und stellte in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Berufsfelder und Karrierewege in Wirtschaft und Informatik vor.
Beim bundesweiten Girls' Day – Mädchenzukunftstag haben Schülerinnen die Chance, Einblicke in Berufsfelder zu erhalten, in denen Frauen bislang noch unterrepräsentiert sind. Für ihren diesjährigen Girls‘ Day begrüßte die BDA 21 Schülerinnen des Berliner Tiergarten Gymnasiums (ausgezeichnet mit dem Berufswahl-SIEGEL für exzellente Berufsorientierung) unter dem Motto: „Girls wanted! Berufswege und Aufgabenfelder in Wirtschaft und Informatik“.

Arbeitgeberpräsident Kramer unterstützte die Aktion mit einem Videostatement: „Weg mit alten Rollenbildern, her mit einer flächendeckenden, klischeefreien Berufsorientierung an unseren Schulen: damit aus den jungen Mädchen von heute die MINT-Fachkräfte von morgen werden.“



Gemeinsam mit BDA-Referentin Dr. Isabel Rohner und der Berufsberaterin Stefanie Langen von der Bundesagentur für Arbeit nahmen die Schülerinnen das Berufswahlverhalten von jungen Frauen und jungen Männern genauer unter die Lupe. Wo bestehen Unterschiede? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Berufswahl, gesellschaftlichen Rollenerwartungen und Geschlechterstereotypen? Wie sieht es im internationalen Vergleich aus? Und wie viel verdient eigentlich eine Ingenieurin im Vergleich zur Kulturwissenschaftlerin?



Bei ihrem Besuch im Haus der Deutschen Wirtschaft trafen die jungen Frauen verschiedene Referentinnen der BDA und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) zum „Berufsfelder-Interview“ und bekamen Einblicke in vielfältige Aufgabenfelder und berufliche Werdegänge.

Zum Abschluss gab es einen spannenden Austausch mit der Informatikprofessorin Prof. Dr. Dagmar Krefting von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Ihr Frauenstudiengang „Informatik und Wirtschaft“ wurde im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung in der Kategorie „Hochschule“ ausgezeichnet. „Viele junge Frauen denken, dass gleichaltrige Männer mehr von Informatik verstünden – das ist aber Unsinn. Männer tun nur so“, erklärte Dagmar Krefting. „Unser praxisorientierter Studiengang lebt davon, dass ganz viele Fragen gestellt werden. Dadurch lernt man am meisten – und unsere Absolventinnen sind richtig gut.“ Den Schülerinnen führte sie vor Augen, wie breit das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten für Informatikerinnen ist – und wie groß die Nachfrage in den Unternehmen. Eine Schülerin staunte: „Mir war gar nicht klar, in welchen Alltagsgegenständen überall Informatik drin ist – und dass Kommunikation in diesem Beruf eine so große Rolle spielt.“ Eine Zweite ergänzte: „Unglaublich, wie viele unterschiedliche Aufgaben es für Informatikerinnen gibt. Das ist ja total abwechslungsreich!“ Und eine Dritte fügte kurz und bündig hinzu: „Find ich gut. Kann ich mir vorstellen.“