28.10.2015

Gemeinsame Initiative zur Flüchtlingsintegration von BDA, BDI und BA

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben am 28.Oktober 2015 einen Workshop zum Thema „Unternehmensinitiativen zur Flüchtlingsintegration“ für interessierte Unternehmen und Arbeitgeberverbände durchgeführt.
Im Fokus der Veranstaltung standen Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und Unterstützungsmöglichkeiten bei der Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung sowie Optionen für Unternehmen, die sich mit Blick auf Flüchtlinge sozial engagieren wollen. Ziel war es zudem, den Erfahrungsaustausch über bereits laufende Initiativen und Projekte zu fördern und damit Handlungsansätze für zukünftige arbeitgeberseitige Initiativen und Projekte zu identifizieren.

130 Teilnehmer diskutierten mit Vertretern von BDA, BDI und BA die Herausforderungen in der Flüchtlingsfrage. In drei hochkarätig besetzten Paneldiskussionen schilderten sowohl Großkonzerne als auch kleine und mittlere Unternehmen, wo und wie sie heute bereits aktiv bei der Integration in Ausbildung und Arbeit unterstützen oder sich über ihr unternehmerisches Kerngeschäft hinaus sozial engagieren.

Dabei wurden erneut rechtliche und faktische Hürden deutlich, die ein noch breiteres Engagement der Unternehmen bei der Integration in ein Praktikum, eine Ausbildung oder Beschäftigung erschweren – insbesondere von Asylbewerbern mit Bleibeperspektive in einem noch laufenden Asylverfahren und so genannten Geduldeten, aber auch von anerkannten Flüchtlingen.

Angesichts der erst kürzlich erfolgten rechtlichen Öffnung des Arbeitsmarktzugangs für Asylbewerber mit Bleibeperspektive und Geduldete sammeln die Unternehmen derzeit erste Erfahrungen zunächst vor allem in Pilotprojekten. Der dabei identifizierte Handlungsbedarf und die fortbestehenden Probleme werden weiterhin von BDA und BDI an die Politik herangetragen.

Die mit dem Auftaktworkshop gestartete gemeinsame Initiative von BDA, BDI und BA wird fortgesetzt. Als erste Maßnahme wurde die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitsstabs aus BDA, BDI, BA und Unternehmensvertretern initiiert.