Jan

19

Es ging alles sehr schnell

Von Kristian Koll

Schon 3 Tage nach meinem Vorstellungsgespräch im November bekam ich die Zusage für das Geschäftsführernachwuchsprogramm der BDA (kurz GFN). Sodann wurde mir auch schon gleich mitgeteilt, wo meine erste Station sei: Bei Gesamtmetall in Berlin. Gleich in die Hauptstadt, gleich zum größten Arbeitgeberverband der BDA und gleich für ein halbes Jahr- wow!
Natürlich habe ich mich wahnsinnig gefreut und keine Sekunde gezögert. Ich hatte mich ja für dieses Programm entschieden, weil ich nicht nur eine rein juristische Tätigkeit wollte, sondern auch eine politische. Und wo wird es politischer als in Berlin? Ich hatte im Dezember noch ein kurzes Vorstellungsgespräch bei Gesamtmetall und bekam dann auch schnell grünes Licht. Eine Wohnung zu finden war kein Problem, das Angebot in Berlin ist groß genug. Ärgerlich nur, dass ohne Makler so kurzfristig nichts zu machen war. Dennoch- kein Vergleich zu Frankfurt oder München.

Jetzt bin ich seit 2 Wochen bei Gesamtmetall. Ich wurde im Büro sehr freundlich aufgenommen, an meinem Schreibtisch stand direkt ein großer Blumenstrauß. Die Atmosphäre im Büro ist sehr gut, es wird eine Politik der offenen Tür gepflegt, und man geht auch gemeinsam zum Mittagessen. Gerade in der Anfangszeit hat man so genügend Ansprechpartner, wenn man mal nicht mehr weiter weiß. Und das ist auch gut so, denn bei Gesamtmetall wird auf Großkanzleiniveau gearbeitet. Man bekommt schon zu Beginn sehr knifflige Fälle und wird konsequent in das Tagesgeschäft miteingebunden.

Zu 90 Prozent mache ich hier Arbeitsrecht. Typischerweise kommt einer der Regionalverbände zu uns mit einem Rechtsproblem- das kann zum Beispiel eine Frage zur Mitbestimmung des Betriebsrats sein. Da wir der Dachverband sind, bekommen wir natürlich die schwierigeren Rechtsfragen. Man arbeitet also nicht den ganzen Tag Abmahnungen und Kündigungen ab- davon hatte ich noch keine Einzige. Vom Anspruch her gibt es keinen Unterschied zur Großkanzlei- nur die Arbeitszeiten bewegen sich hier auf einem normalen Niveau.

Ich hatte bisher schon sehr anspruchsvolle Fälle auf dem Schreibtisch und musste auch erst mal lernen, damit umzugehen. Ich habe allerdings auch sehr faires und hilfreiches Feedback von meiner Chefin bekommen. Und man sollte sich immer vor Augen führen: Der Berufseinstieg fällt niemandem leicht. Wichtig ist hierfür, dass man bei einem Arbeitgeber ist, der einen fordert und fördert. Dies ist hier definitiv der Fall. Nach 2 Wochen kann ich somit von einem Glücksfall sprechen.

Bis zum nächsten Blog- Euer Kristian!

Einen Kommentar erstellen

Text

0 Kommentare