Jul

18

Die erste Hälfte meiner ersten Station, eine Retrospektive

Von Stefan Voßhage

Drei Monate sind bereits seit meinem Einstieg in das GFN Programm vergangen. Dies möchte ich als Anlass nehmen, meine bisher gesammelten Eindrücke einmal geballt wiederzugeben.
Es war (und ist) eine rasante Zeit des Lernens, der neuen Erfahrungen und auch der Weiterentwicklung. Im April als frisch gebackener Jurist, mit den üblichen Kenntnissen des Arbeitsrechts aus Studium und der einen oder anderen Kündigungsschutzklage im Referendariat, in Hannover angekommen, sitze ich heute an meinem Schreibtisch und die Teile des Puzzles „Arbeitsrecht“ fügen sich täglich mehr zusammen. Mittlerweile wird mir und meinen Fähigkeiten ein derartig großes Vertrauen entgegengebracht, dass ich bereits mehrere Tage der einzige Jurist im Hause war. Dann obliegt es ausschließlich mir, mit den Mitgliedsunternehmen zu kommunizieren und deren Fragen selbstständig zu erfassen und zu recherchieren. Dementsprechend ist auch so langsam eine gewisse Bekanntheit, oder zumindest ein „ach hallo Herr Voßhage “- Effekt zu bemerken. Wirklich ein super Gefühl von der Person gegenüber als kompetenter Partner erachtet zu werden.

Die Wahrnehmung von Gerichtsterminen stellt ebenfalls eine der wesentlichen Aufgaben meiner Tätigkeit dar. Rückblickend sind ein bis zwei Gerichtstermine pro Woche die Regel und dabei lernt man die jeweiligen (zum Teil weit entfernten) Arbeitsgerichte ebenso kennen, wie die Vielzahl der vorkommenden Fallgestaltungen.
Natürlich ist noch immer jeder errungene „Sieg“ und sei er auch noch so klein, ein Grund zur Freude. Mit jedem Auftritt vor Gericht wächst die Selbstsicherheit Stück für Stück und auch die prozessführende Tätigkeit wird immer mehr zur reinen Freude.

Aufgrund der stetig wachsenden Erfahrungen und Kenntnisse ist auch eine stärkere Einbindung in die schriftliche Korrespondenz zu bemerken. Und zwar sowohl was den gerichtlichen, als auch den internen Schriftverkehr angeht. Tägliche neue Akten haben nun einmal unweigerlich tägliche Schriftsätze an das Gericht, ebenso wie die eine oder andere Nachfrage bei dem Unternehmen zur Folge. Aber das ist es doch, was eine attraktive juristische Arbeit ausmacht. Recherche, Sachverhaltserfassung und rechtliche Würdigung. Juristerei „par exellence“ kann man nur sagen.

Zuletzt dürfen aber auch nicht die zahlreichen Veranstaltungen „neben dem Arbeitsalltag“ vergessen werden. Ein Besuch der Schulung für ehrenamtliche Richter, ein Treffen der Prozessvertreter sämtlicher Verbände aus der Ernährungswirtschaft ebenso wie der Besuch des Arbeitsrechtssymposium in Passau sprechen für eine mehr als solide Aus-und Weiterbildung. Vor allem wenn man erst die kurze Zeit seit meinem Arbeitsbeginn (3 Monate!) bedenkt.

Wer sich für das GFN-Programm entscheidet, hat damit seinen Hafen „Arbeitsrecht aus Arbeitgebersicht“ festgelegt und gefunden. Und auch der Wind wird Euch dank der tatkräftigen Unterstützung Eurer jeweiligen Station und natürlich auch der BDA mit Sicherheit an das gewünschte Ziel bringen. Allein die Spezialisierung auf ein Rechtsgebiet von Berufsbeginn an stellt bei uns Juristen einen großen Gewinn dar.

Somit kann ich, aus meiner ganz subjektiven Sicht der Dinge heraus, die Entscheidung zum GFN-Programm nur als Entscheidung zur stetigen Weiterentwicklung und zwar sowohl in fachlicher, als auch in persönlicher Hinsicht beschreiben.

Bis bald.

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