22.01.2016

Deutschland streitet über die Flüchtlingsobergrenze

"Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer äußerte die Sorge, dass die hierzulande von der CSU geforderten Flüchtlingsobergrenzen leicht eine Kettenreaktion von Grenzschließungen auslösen könnten. "Wenn wir über Grenzen und verstärkte Kontrollen reden, müssen wir vor allem über die Außengrenzen Europas reden, aber nicht über die Grenzen zu Holland, Dänemark oder Österreich", mahnte er - und fügte mit Blick auf die CSU in scharfer Form hinzu: "Was der eine oder andere als Kollateralschaden akzeptiert, um seinen Stammtisch zufriedenzustellen, das ist abenteuerlich." Er habe ökonomisch wie politisch "keinerlei Verständnis für diese Grundhaltung". Ein Fehler sei indes gewesen, beim Abbau der Grenzkontrollen innerhalb der EU auch die Ausgaben für die Grenzsicherung zu verringern. "Tatsächlich müssten wir das Geld weiter ausgeben, nur eben an den Außengrenzen", sagte Kramer."