01.03.2019

Der Fachkräftemangel entwickelt sich zur Wachstumsbremse

Heute veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit die monatlichen Zahlen für den Arbeitsmarkt. Hierzu erklärt Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter:
Die Arbeitslosenzahl allein reicht derzeit nicht mehr aus, um den Arbeitsmarkt zu beschreiben. Die Rekordzahl der offenen Stellen ist ein Alarmsignal für den Standort Deutschland. Der Fachkräftemangel entwickelt sich zu einer Wachstumsbremse. Eine Ursache: Die Fehleinschätzungen der Regierung zur Rente mit 63.
 
Allein in den vergangenen zwei Jahren gingen rund eine Viertel Million Fachkräfte pro Jahr vorzeitig in Rente. Das sind deutlich mehr, als von der Bundesregierung ursprünglich prognostiziert. Das ist eine schwere Hypothek nicht nur für unseren Arbeitsmarkt, sondern auch für unsere Rentenkasse.  
 
Es ist eine der Irrationalitäten der Politik: einerseits vollmundig bekunden, mehr für die Fachkräftesicherung machen zu wollen, gleichzeitig aber mit einer fehlgeleiteten Rentenpolitik den Fachkräftemangel weiter zu befeuern. Hier besteht dringender Korrekturbedarf.