14.12.2017

B20: Übergabe der Präsidentschaft an Argentinien

Am 1. November 2017 wurde offiziell die B20-Präsidentschaft von Deutschland an Argentinien übergeben. B20-Präsident Jürgen Heraeus übergab feierlich am 1. November 2017 in Buenos Aires die B20-Präsidentschaft. Die deutsche B20-Präsidentschaft wurde gemeinsam von BDA, BDI und DIHK durchgeführt.
Deutschland reicht Staffelstab an Argentinien

Die Übergabe am 1. November 2017 erfolgte an den designierten Vorsitzenden der argentinischen B20-Präsidentschaft Daniel Funes de Rioja und die von der argentinischen Regierung mandatierten sechs Verbände ADEBA, BCBA, CACS, CAMARCO, SRA und UIA. Die Aufgabe von B20 ist es, die G20 durch Expertise und konkrete Handlungsempfehlungen zu unterstützen und den Dialog auf internationaler Ebene mit Politik und Zivilgesellschaft zu fördern. Der Input der Wirtschaft wird dabei in mehreren thematischen Task Forces abgestimmt.

B20 blicken auf erfolgreiche Präsidentschaft zurück

Unter deutscher B20-Präsidentschaft arbeitete die von der BDA in Zusammenarbeit mit der International Organisation of Employers (IOE) geleitete Task Force „Beschäftigung und Bildung“ die Empfehlungen der Wirtschaft zu den sozialpolitischen Themen aus. Die Taskforce erstellte unter der Leitung von BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun folgende drei Empfehlungen:

1. Offene, dynamische und inklusive Arbeitsmärkte fördern: Die G20-Mitglieder sollten offene, dynamische und inklusive Arbeitsmärkte fördern, indem sie strukturelle und rechtliche Hürden beseitigen, unterschiedliche Beschäftigungsformen und die Beschäftigung von Frauen voranbringen und ihre Arbeitsmigrationspolitik an die Bedürfnisse der Arbeitsmärkte anpassen.

2. Technologische Änderungen nutzen: Die G20-Mitglieder sollten das Potenzial des technologischen Wandels für bessere Aus- und Weiterbildung, Unternehmertum und Innovationsrahmenwerke nutzen.

3. Ein globales Level Playing Field schaffen und faire Wettbewerbsbedingungen fördern: Die G20-Mitglieder sollten eine bessere Umsetzung und Durchsetzung nationaler Gesetzgebung sicherstellen, um Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen, während sie gleichzeitig ein globales Level Playing Field schaffen sollten, das auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen aufbaut.


Quelle: B20 Handover Report

Im Rahmen der deutschen B20-Präsidentschaft haben sich auch B20 und L20 („Labour 20“) auf ein gemeinsames Statement mit dem Titel „Nachhaltiges Wachstum, menschenwürdige Arbeit und sozialer Zusammenhalt in der digitalen Wirtschaft" verständigt. Darin erkennen B20 und L20 an, dass „Globalisierung und Digitalisierung, verbunden mit umfassendem technologischen Wandel und Innovation, eine Vielzahl von Chancen eröffnet haben."

Alle Informationen und Dokumente zur deutschen B20-Präsidentschäft können unter folgendem Link abgerufen werden: www.b20germany.org

Informationen zum euro info - Text
erstellt von: 

Paul Noll (Email: p.noll@arbeitgeber.de)