Aug

15

Auf nach Berlin

Von Dominic Wallenstein

Am 01. Juli begann meine zweite Stage des GFN-Programms, beim Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie (t+m) in Berlin.
Erstmal zur Stadt. Aus dem beschaulichen Wetzlar nach Berlin zu ziehen ist wie ein Sprung in eine andere Welt. Berlin ist unglaublich groß, schnell und man kann an jeder Ecke was erleben. Es gibt viele kleine Kieze mit eigenen Stadtteilzentren. Man merkt, Berlin ist Metropole, und mir wird nie langweilig.

Bei t+m bin ich herzlich begrüßt worden. Hier warteten sehr nette Kollegen auf mich, die die verschiedensten Schwerpunktbereiche betreuen. Als Bundesverband betreut t+m nicht einzelne Unternehmen, sondern ist „Verband der Verbände“. Die Mitglieder des Gesamtverbandes sind ausschließlich Landes- und Fachverbände der deutschen Textil- und Modeindustrie. Hier kommt es vor allem darauf an, die Belange des Industriezweigs gegenüber Bundespolitik und Öffentlichkeit möglichst gut zu vertreten. Der Verband wird u.a. bei verschiedenen Gesetzgebungsverfahren um Stellungnahmen gebeten, im Rahmen derer auf Probleme für die Industrie hingewiesen und Verbesserungsvorschläge gemacht werden. Die verschiedenen Referate bei t+m befassen sich mit Themen wie Bildung, Forschung, Außenwirtschaft, Energie, Umwelt & Rohstoffe und eben Tarifpolitik & Arbeitsrecht. Dem Referat, in dem ich bis Dezember mitarbeite und vor allem für den Bereich Arbeitsrecht tätig bin.

Die Arbeit in diesem Referat unterscheidet sich natürlich von dem täglichen Beratungsgeschäft eines Landesverbandes. Hier geht es vielmehr darum, die Landesverbände zu unterstützen und juristische Fragestellungen zu begutachten. So habe ich kürzlich ein Gutachten zu der Frage verfasst, welche Praktika unter den Anwendungsbereich des Mindestlohngesetzes fallen und für welche Tätigkeiten sich eine befristete Beschäftigung eher anbietet. Ein weiterer wichtiger Punkt der Arbeit ist es, aktuelle Rechtsprechung in Bezug auf die Bedürfnisse der Textil- und Modebranche aufzuarbeiten und die Landesverbände hierüber zu informieren. So sind diese in der täglichen Beratung immer auf dem neuesten Stand. Zwei bis drei Mal Jährlich finden zudem Arbeitskreissitzungen statt, auf denen die Arbeitsrechtsreferenten der einzelnen Landesverbände zusammen kommen und über aktuelle rechtliche Probleme beraten. Die nächste Arbeitskreissitzung im September darf ich stellvertretend leiten. Das ist eine willkommene Aufgabe, um auch hier Erfahrungen zu sammeln.

Ein weiteres spannendes Großereignis werden die im Herbst beginnenden Tarifverhandlungen sein, bei der ich der Tarifabteilung über die Schulter schauen darf.

Ich bin gespannt, wie sich meine Arbeit hier in Berlin entwickeln wird.

Bis bald.

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