Bilanzveranstaltung Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland

Nachwuchskräfte für Ostdeutschland

Die Folgen des demografischen Wandels sind in den Neuen Bundesländern deutlich zu spüren: In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Zahl der Schulabgänger nahezu halbiert. Bereits heute haben 70% der Unternehmen in Ostdeutschland Probleme, offene Stellen zu besetzen. Und noch immer wandern viele junge Menschen in Richtung Westdeutschland ab.

Vor zwei Jahren wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer zusammen mit BDA und SCHULEWIRTSCHAFT das Projekt „Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland“ gestartet, damit in Ostdeutschland der Fachkräftenachwuchs nicht ausgeht. Unterstützt wurde die Initiative durch die strategische Partnerschaft mit der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Kreditbank AG.

Das Projekt förderte die regionalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT in Ostdeutschland bei der Entwicklung und Durchführung von Kooperationsprojekten zwischen Schulen und Unternehmen mit dem Ziel, Fachkräfte in der Region auszubilden und zu halten.

Das Projekt konzentrierte sich dabei auf folgende drei Schwerpunkte:
  1. Schülern frühzeitig Türen zu regionalen Betrieben aufzuschließen, um Bindekräfte in der Region zu entwickeln,
  2. das Interesse der Schüler an den MINT-Fächern zu fördern sowie
  3. leistungsschwächeren Schülern durch eine gezielte Unterstützung Chancen auf eine Ausbildung in ihrer Region zu eröffnen.
    Am 5. November 2010 zogen Förderer, Kooperationspartner und Aktive in einer gemeinsamen Veranstatung im Haus der Deutschen Wirtschaft eine positive Bilanz der zweijährigen Zusammenarbeit
    im Netzwerk. Akteure aus 18 von insgesamt 30 entwickelten Einzelprojekten stellten sich an einzelnen Stationen nach der Präsentation ihrer Aktivitäten den Fragen der interessierten Teilnehmer.

    Arbeitgeberpräsident Prof. Dr. Dieter Hundt appellierte in seiner Rede an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die aktuellen Herausforderungen in Chancen umzuwandeln und dafür Sorge zu tragen, dass der ostdeutsche Fachkräftenachwuchs nicht in den Westen abwandert. Er dankte allen Akteuren und Förderern für ihr Engagement.

    In einer von zwei Brandenburger Schülern moderierten Podiumsdiskussion mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, und Dr. Patrick Wilden, Vorstandsmitglied der Deutschen Kreditbank AG wurden die Chancen und Perspektiven junger Menschen in Ostdeutschland diskutiert. Dr. de Maizière betonte, dass ostdeutsche Schulabgänger aufgrund des demografischen Wandels gute Aussichten haben, in ihrer Heimat einen spannenden Job zu finden.
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