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M+E-InfoMobile

Vom Schau-Fahrzeug zum Mitmach-Mobil

Die InfoMobile der Metall- und Elektro-Industrie setzen seit Jahren Maßstäbe bei der Berufswahlinformation. Zielgruppe sind vor allem Schüler und Lehrer der Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Sie können sich an Bord der Fahrzeuge ausführlich über die Ausbildungsberufe der Branche informieren. Mit den InfoMobilen sprechen die M+E-Verbände pro Jahr etwa 100.000 junge Leute an, um sie für die M+E-Berufe zu gewinnen.

Ob auf dem Schulhof der Sekundarschule Heinrich Heine in Magdeburg, der Willi-Graf-Realschule in Euskirchen, dem Mühlheimer Rathausmarkt, oder auch mal unter dem Atomium in Brüssel: Die auffällig gestalteten InfoMobile der Deutschen Metall- und Elektro-Industrie erregen überall Aufmerksamkeit.

Seit mehr als 20 Jahren setzt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall bundes­weit die M+E-InfoMobile ein. Ihre Aufgabe: Schüler, Lehrer und Eltern über die Ausbildungs­möglichkeiten und die Arbeitswelt der Branche informieren. Insgesamt neun Infobusse, ausgerüstet mit modernster Multimedia-Technik, sind im Auftrag der M+E-Arbeitgeberverbände täglich in Deutschland unterwegs. „Mit dieser Art der Information bieten wir etwas, das es so in keiner anderen Branche gibt“, erklärt Wolfgang Gollub, Leiter Nachwuchssicherung bei Gesamtmetall.

Seit dem Start des Projektes hat sich in der M+E-Industrie eine Menge getan: Die Produktionstechnik in den Betrieben hat sich rasant weiter entwickelt. Arbeitsabläufe und Arbeitsanforderungen haben sich grundlegend verändert. Die Informations­an­gebote in den Bussen müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten. Vor diesem Hin­ter­grund werden die Busse in den Jahren 2009 und 2010 neu gestaltet und inhalt­lich aufgerüstet.

Multimediale Infos

Im InfoMobil laden fünf Experimentierstationen ein, sich aktiv mit technischen Aufga­ben zu beschäftigen und die Faszination der Technik zu erfahren. Zwei Berater stellen dabei die M+E-Industrie mit ihren Branchen und Berufen als innovativen Industriezweig unseres Landes vor. Daneben gibt es aber auch multimediale Infos: Besucher können sich bequem in einer Adressdatenbank mit fast 3.500 Firmen­portraits über die regionalen Ausbildungsmöglichkeiten informieren, in einer virtuellen Personality-Show ihre Eignung für technische Berufe testen und Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung abrufen.

Image der M+E-Berufe verbessert

An vielen Haupt- und Realschulen ist ein Besuch im InfoMobil mittlerweile selbst­ver­ständlicher Bestandteil des Berufskundeunterrichts. Und der Erfolg bleibt nicht aus. Das zeigen regelmäßig durchgeführte Umfragen unter den InfoMobil-Besuchern. So ist das Image der M+E-Industrie bei Jugendlichen in den letzten Jahren deutlich besser geworden.

Lehrer sind gefragt

Für die Organisatoren des Projekts spielen die Lehrer eine besonders wichtige Rolle. „Lehrer können nur dann Berufsempfehlungen aussprechen und einen qualitativ hochwertigen Unterricht anbieten, wenn sie selbst genügend Informationen über die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten haben“, erläutert Kerstin Bachmann, Bereichsleiterin Kampagnen „Berufe & Branchen“ bei der IW Medien GmbH (Köln). Und gerade hier erfüllen die InfoMobile einen wichtigen bildungspolitischen Auftrag. Pro Jahr kommen rund 100.000 Jugendliche in die 17 Meter langen Informationsbusse. „Wir sind dabei aber nicht an einer möglichst großen Zahl von Besuchern interessiert“, sagt Wolfgang Gollub „sondern vor allem an der Qualität der Beratung.“

CNC-Maschinen

Allein im Jahr 2008 erreichten die InfoMobile mit ihren Schuleinsätzen mehr als 6.000 Lehrer in Deutschland und vermittelten praxisnahe Inhalte für mehr als 8.000 Unter­richtseinheiten von jeweils 45 Minuten. Dabei unterscheiden die Verant­wortlichen grundsätzlich drei Angebotsformen: Bei Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klasse gilt es, in allgemein gehaltenen Unterrichtseinheiten grundsätzlich das Inter­esse an einer technischen Ausbildung zu wecken. Für die 9. und 10. Klassen gibt es Unterrichtseinheiten, die für eine gezielte Berufsorientierung die M+E-Berufe in den Mittelpunkt stellen. Technisch besonders interessierte Jugendliche erhalten in einer Doppeleinheit einen besonders intensiven Einblick in Arbeitsabläufe an CNC-Maschinen.

Positive Bewertung

Über 3.000 spezielle Infopakete für Lehrer wurden allein im letzten Jahr angefordert. Die Materialien kommen bei den Pädagogen an, wie Befragungen zeigen. Mehr als 90 Prozent der Lehrer bewerten die Broschüren und DVD äußerst positiv. Gut zwei Drittel der Schüler teilen diese positive Einschätzung ebenfalls. Kein Wunder also, dass fast alle befragten Lehrer die InfoMobile auch künftig für den Berufskunde­unterricht nutzen wollen.

Arbeitgeberverband Gesamtmetall
Nachwuchssicherung
Initiative THINK ING.
Projektleitung:
Wolfgang Gollub
Arbeitgeberverband Gesamtmetall
Voßstraße 16
10117 Berlin
www.MEberufe.info
www.think-ing.de
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