Schüler gründen für ein Schuljahr ihr eigenes Unternehmen

JUNIOR - seit mehr als 15 Jahren erfolgreich

Wirtschaft ist ein spannendes Thema, für das sich immer mehr Schülerinnen und Schüler interessieren. Wer frühzeitig lernt, was sich hinter Begriffen wie Bilanz, Gewinn oder Marketing verbirgt, weiß schneller, worauf es in der Wirtschaft ankommt. Wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu machen, ist somit auch eine wichtige Zukunftsaufgabe. Das Schulprojekt JUNIOR bringt jungen Menschen dieses Grundwissen näher.

In Deutschland arbeiten nur drei Millionen Erwerbstätige auf eigene Rechnung. Der deutsche Mittelstand braucht rein rechnerisch weitere 800.000 Unternehmen. Ein Grund für diesen Fehlbestand wird auch in der unzureichenden Vermittlung von wirtschaftlichem Know-how an deutschen Schulen gesehen. Hier setzt JUNIOR an.

Häufig wird Wirtschaft im Unterricht zu theoretisch gelehrt, wodurch die Zusammenhänge zwischen Lehrstoff und Wirtschaftspraxis verloren gehen. Diese Lücke schließt die Institut der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR gGmbH mit dem Projekt JUNIOR, das seit 1994 Schüler an unternehmerisches Denken und Handeln heranführt.

JUNIOR hat mittlerweile Tradition – seit 1994 unterstützt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Jugendliche dabei, für ein Schuljahr eine Schülerfirma zu gründen. Die Jungen und Mädchen entwickeln eine Geschäftsidee, die sie am realen Markt umsetzen. Dabei müssen sich die Schüler selbst um die Kapitalbeschaffung bemühen – durch den Verkauf von Anteilsscheinen an ihren Unternehmen – und dazu ihre Idee bzw. das gefertigte Produkt überzeugend bewerben und verkaufen.

Wie im richtigen Wirtschaftsleben gilt es für die Nachwuchstalente zudem, z.B. Löhne zu zahlen, eine Bilanz vorzulegen sowie einen Geschäftsbericht zu erstellen. Paten aus Schule und Wirtschaft stehen den Jungunternehmern beratend zur Seite.

All dies bietet den Schülern die Chance, praxisnah wirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe kennenzulernen. Mehr als 50.000 Jugendliche in Deutschland haben diese Möglichkeit bisher genutzt und mehr als 3.300 JUNIOR-Unternehmen ins Leben gerufen.

Schüler ab der 9. Klasse an allgemein- und berufsbildenden Schulen können an JUNIOR teilnehmen.8 bis 15 Schüler gründen dazu ein JUNIOR-Unternehmen, bei dem sie alle Funktionen inkl. die des Vorstandsvorsitzenden, selbst besetzen. Mit viel Kreativität entwickeln und vermarkten die jungen Unternehmer ihre Geschäftsideen (z. B. Dinkelkissen, Bilderrahmen, Spiele, Handykursen für Senioren, Computerdienstleistungen).

Zu Beginn der Geschäftstätigkeit müssen die jungen Unternehmer 90 Anteilsscheine à 10 Euro verkaufen. Anschließend kümmern sich die Schüler um die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsidee am Markt. Absatzmärkte müssen analysiert und Marketingstrategien entwickelt werden.

Während des gesamten Projektjahres steht die JUNIOR-Geschäftsstelle den jungen Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite. Dort werden Fragen zur Buchführung und zur Unternehmensleitung ebenso wie Fragen zur Organisation und zum Ablauf beantwortet.

Für die jüngeren Schüler ab Klasse 7 gibt es jetzt auch JUNIOR Kompakt – mit den der Altersgruppe entsprechenden Anpassungen im Schwierigkeitsgrad des Programms.
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