17.06.2011

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Starre gesetzliche Quote für Frauen falscher Weg

Zum Beschluss der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder für eine gesetzliche Frauenquote erklärt die BDA:
Es ist absolut unstrittig, dass es zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Ihren Anteil weiter zu erhöhen, ist ein gemeinsames Ziel. Eine starre gesetzliche Quote für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten ist aber der falsche Weg. Es darf nicht sein, dass letztlich das Geschlecht und nicht die Eignung bei der Besetzung von Führungspositionen entscheidet. Eine gesetzliche Quote kann auch nicht die unterschiedlichen Voraussetzungen in den einzelnen Branchen und Betrieben berücksichtigen.

Wir sollten die bisherigen Erfolge nicht kleinreden. Dass wir auf einem richtigen Weg sind, zeigt die Entwicklung in den Aufsichtsräten der Dax-30-Unternehmen: Der Frauenanteil hat sich auf Anteilseignerseite innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Insgesamt haben Frauen heute gut 28 Prozent der Führungspositionen in der Wirtschaft inne. Damit ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen mittlerweile fast genauso hoch wie der von Frauen geleistete Anteil an Vollzeitarbeit von 30 Prozent.

Noch mehr Frauen in Führungspositionen setzt daher vor allem voraus, dass der Anteil an vollzeitbeschäftigten Frauen steigt. Flexible Arbeitszeiten, die es inzwischen fast in allen Unternehmen gibt, helfen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Aber auch der Staat muss bessere Voraussetzungen schaffen. Es fehlen noch immer ausreichende Kinderbetreuungsplätze und Ganztagsschulen. Mit besseren Betreuungsmöglichkeiten kann der Anteil der Frauen wachsen, die Vollzeit tätig sind.

PRESSE - INFORMATION Nr. 032/2011, 17. Juni 2011

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