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Tarifverhandlung 2012 der Spirituosenindustrie und Kornbrennereien Nds., Mitgliederversammlung und 'Alltag'

Von Nicole Becker

Mittlerweile ist bereits die erste Hälfte meiner ersten Stage bei dem Verband der Ernährungswirtschaft e. V. Niedersachsen/ Bremen/ Sachsen- Anhalt im Rahmen des GFN- Programms vergangen, und seit meinem ersten Beitrag im Mai 2012 habe ich einiges erlebt, wovon ich an dieser Stelle berichten möchte. Zurzeit stehen die Tarifverhandlungen betreffend die Spirituosenindustrie und Kornbrennereien in Niedersachsen an, zu deren Auftakt ich den hiesigen Hauptgeschäftsführer Herrn Andritzky begleiten durfte. Sozial- und damit Verhandlungspartner in dieser Sache ist die Gewerkschaft NGG, mit deren Vertretern am vergangenen Montag, den 18.06.2012, ein erstes Treffen stattfand. Im Rahmen der Verhandlungsrunde wurden die jeweiligen Positionen dargestellt und erste Forderungen erhoben. Konkret wurde zum einen die generelle Frage nach einer Lohnerhöhung diskutiert, zum anderen ging es um die Schaffung einer sog. „Sondergruppe“ im Rahmen des Branchentarifvertrages vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Stärken einzelner Unternehmen. Bedauerlicherweise brach die Arbeitnehmerseite die Verhandlungen frühzeitig ab, so dass bis auf diesen ersten generellen Austausch noch keine Einzelheiten diskutiert werden konnten. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass die aufgeworfenen Fragen sehr interessant sind, vor allem aber diejenige nach der Bildung einer sog. „Sondergruppe“, womit zahlreiche rechtliche wie tatsächliche Problemstellungen verbunden sind. Ich bin sehr gespannt, welchen Verlauf die Verhandlungen nehmen werden.

Am 19. Juni 2012 fand die Mitgliederversammlung mit anschließendem Sommerfest statt. Das war die Gelegenheit für mich, zahlreiche Personen, die mir bisher lediglich nur namentlich bekannt waren, auch persönlich kennenzulernen. So habe ich wertvolle Gespräche mit Personalleitern verschiedener Mitgliedsunternehmen führen und zahlreiche Kontakte knüpfen können.

Auch zu meinem Arbeitsalltag möchte ich einige Zeilen schreiben, wobei ich an erster Stelle bereits feststellen muss, dass es für mich einen „Alltag“ in diesem Sinne eigentlich gar nicht gibt. Jeder Tag ist anders, was die Verbandsarbeit für mich auch so unglaublich spannend macht. Neben der Anfertigung von Schriftsätzen beantworte ich Anfragen der Mitgliedsunternehmen und nehme Gerichtstermine wahr. Morgen steht bereits der vierte Gütetermin an, der vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg verhandelt wird. Ich bin gespannt, mit welchem Ergebnis ich aus dem Termin komme.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch eine schöne Woche!

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