29.03.2011

Schulen und Unternehmen sind gemeinsam stark

Kooperationen zwischen Wirtschaft und Bildung zahlen sich aus – für Schüler und Unternehmen. Besonders Schüler, denen normales Lernen im Klassenzimmer schwerfällt, profitieren von Projekten in der Berufspraxis. Das haben die Teilnehmer des Kongresses „Starke Schulen. Starke Absolventen. Starke Unternehmen.“ bekräftigt, der am 29. März in Berlin stattgefunden hat.Eingeladen hatte die Hertie-Stiftung in Kooperation mit den Partnern des Wettbewerbs "Starke Schule", der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Bank Stiftung.
„Schulen und Wirtschaft haben ein gemeinsames Interesse: Die Schulen wollen gut ausbilden, die Unternehmen suchen gute Mitarbeiter“, sagte BDA-Vizepräsident Gerhard F. Braun in einer Podiumsdiskussion. Dieses gegenseitige Verständnis sei die Voraussetzung, um das Bildungssystem zu verbessern.

Bernd Knobloch, Vorstand der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, betonte die immer noch prekäre Ausbildungslage von Hauptschülern: „Der Weg von der Schule in die Ausbildung bleibt 50 Prozent der Hauptschüler verwehrt. Kommen dann noch die Faktoren ‚Migrant‘ und ‚männlich‘ dazu, verschärft sich das Problem.“

Staatsekretär Hans-Joachim Fuchtel, der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vertrat, lobte die Konzepte der mit dem Förderpreis ausgezeichneten Schulen: „Sie geben ihre Schüler nicht auf.“ Es sei dringend wichtig, allen Schülern Förderangebote zu machen, da Deutschland auf kein Talent verzichten könne: „Bildung ist das Tor zur Arbeit.“ Hier zu helfen, sei auch Aufgabe der Sozialpolitik. Eine Maßnahme dazu sei das Bildungspaket der Bundesregierung, mit der sozial schwache Kinder Angebote wie Mittagessen, Nachhilfe und Sportangebote nutzen können.

Tom Sundermann
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