01.11.2007

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt warnt vor gesamtwirtschaftlichen Schäden der Bahnstreiks

Arbeitgeberpräsident Hundt hat die GDL davor gewarnt, die Streiks fortzusetzen oder gar auf den Güter- und Fernverkehr auszudehnen. „Solche Streiks haben einen hohen gesamtwirtschaftlichen Schaden zur Folge. Die GDL muss sich darüber im Klaren sein, dass dies auch langfristig den Interessen der Bahn und dem gesamten Standort schadet“, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt heute in Berlin.

Die ständigen Streikdrohungen und Streikaktionen richten bereits jetzt erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden an. Hundt warnte die GDL davor, eine weitere Eskalation zu betreiben. Die von der GDL geplante Ausdehnung der Streiks auf den Güter- oder Fernverkehr würde weite Teile der deutschen Wirtschaft schädigen. „Ein solcher Schaden steht in keinem Verhältnis zu den mit dem Arbeitskampf verfolgten Zielen einer Spartengewerkschaft“, erklärte Hundt.

„Ich appelliere nachdrücklichan die GDL, die rücksichtslose Verfolgung ihrer Partikularinteressen aufzugeben und mit den anderen Gewerkschaften eine Verhandlungsgemeinschaft zu bilden, damit ein konflikt- und widerspruchsfreies Tarifgefüge erhalten werden kann“, erklärte Hundt. Aus betriebspraktischen Gründen sei der Grundsatz der Tarifeinheit ein hohes Gut der Tarifautonomie. Widersprüchliche Tarifverträge innnerhalb eines Betriebes können zu unlösbaren Problemen in der täglichen Betriebspraxis führen. „Ich fordere die GDL deshalb auf, auf das von ihr selbst unterzeichnete Verhandlungsergebnis mit den Moderatoren Biedenkopf und Geißler zurückzukehren und über eine konflikt- und widerspruchsfreie Lösung zu verhandeln“, sagte Hundt.

„Ich rufe die GDL darüber hinaus dazu auf, zu einem zivilisierten Umgang zurückzukehren. Die Pöbeleien und persönlichen verbalen Attacken der GDL in den letzten Tagen sind ungehörig. Tarifverhandlungen sind Auseinandersetzungen um der Sache willen, Beleidigungen vertragen sich nicht mit Tarifpartnerschaft“, erklärte Hundt.

PRESSE - INFORMATION Nr. 90 / 2007, 01.11.2007
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