30.10.2007

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Akutelle Arbeitsmarktdaten ermutigen zum Kurs halten – keine populistischen Änderungen und parteitaktische Spielchen

Ich fordere die Bundesregierung auf, die falschen und kontraproduktiven parteitaktischen Überlegungen zum Arbeitslosengeld zu beenden. Die aktuellen Arbeitsmarktdaten belegen erneut, dass gerade Ältere von der Agenda 2010 profitieren. Eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes würde diese positive Arbeitsmarktentwicklung beschädigen. Die Koalitionsparteien sollten deshalb an den besonders erfolgreichen Teilen der Agenda 2010 festhalten, sagte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt heute in Berlin.

Mit insgesamt 3,4 Millionen Arbeitslosen sind heute so wenig Menschen ohne Job wie zuletzt vor 13 Jahren. In der Altersgruppe „50 Plus“ gibt es über 180.000 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. Das ist das stärkste Argument gegen eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes. Längere Bezugszeiten für ältere Arbeitslose führen zu längerer Arbeitslosigkeit. Daran würde auch eine etwaige Aufkommensneutralität nichts ändern.

Ich begrüße, dass die Koalitionsparteien den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auf 3,5 Prozent senken wollen. Es ist aber eine weitergehende Senkung auf 3,2 Prozent möglich; das belegen die gleichzeitigen neuen, milliardenschweren Ausgabenprogramme, die nach den Plänen der Koalitionsparteien aus der Kasse der Arbeitslosenversicherung bezahlt werden sollen. Eine weitergehende Absenkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung wäre das richtige Signal für mehr Wachstum und Beschäftigung, sagte Hundt.

PRESSE - INFORMATION Nr. 89 / 2007, 30.10.2007
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