22.08.2007

Hundt und Kentzler: „Hände weg von noch mehr öffentlicher Beschäftigung“

Die neuen öffentlichen Beschäftigungsprogramme „Kommunal-Kombi“ und „Jobperspektive“ verschlechtern die Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen und geringer Qualifizierten. Letztlich handelt es sich um nichts anderes als alte ABM im neuen Gewand verbunden mit den selben negativen Arbeitsmarkteffekten. Statt weniger wird es mit den zusätzlichen 200.000 künstlichen Arbeitsgelegenheiten mehr Arbeitslose geben, weil Arbeitsplätze im Mittelstand und im Handwerk verdrängt und Anreize, neue Arbeit anzunehmen, weiter abgebaut werden, erklärten die Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Dr. Dieter Hundt und Otto Kentzler, angesichts der geplanten Ausweitung der öffentlichen Beschäftigung heute in Berlin.

Statt vermeintlich „nicht Vermittelbare“ dauerhaft aus dem Arbeitsleben auszumustern, ist es vielmehr erforderlich, den Aufschwung am Arbeitsmarkt zu nutzen und alle Kräfte darauf zu konzentrieren, Langzeitarbeitslosen wieder Perspektiven auf echte Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt zu geben. BDA und ZDH setzen sich deshalb gemeinsam dafür ein, Reformen für mehr Wachstum und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze insgesamt voranzubringen. Dazu gehört vor allem auch die Senkung der hohen Lohnzusatzkosten durch eine weitere Verringerung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung auf 3,2 Prozent. Wir fordern zudem eine umfassende Integrationsstrategie mit einer gezielten und professionellen Unterstützung für Langzeitarbeitslose und geringer Qualifizierte, so Hundt und Kentzler.

Die gemeinsame Erklärung stellen wir Ihnen in der rechten Spalte zur Verfügung.

PRESSE - INFORMATION Nr. 66 / 2007, 22.08.2007
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