10.07.2007

Arbeitgeberpräsident Hundt: Flexible Arbeitsmärkte schaffen mehr Beschäftigungssicherheit

Die mit dem Grünbuch Arbeitsrecht angestoßene Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Arbeitsrechts darf nicht auf neue belastende Regulierungen hinauslaufen. Wir brauchen vielmehr Impulse für weniger Regulierung. Ich erwarte, dass sich die Abgeordneten des Europäischen Parlaments für flexiblere Arbeitsmärkte stark machen, weil diese mehr Beschäftigungssicherheit schaffen, sagte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt in Berlin anlässlich der bevorstehenden Abstimmung des Parlaments über seine Stellungnahme zum Grünbuch Arbeitsrecht.

Die Wirtschaft kann nur dann dauerhaft erfolgreich arbeiten, wenn sie die Möglichkeit hat, sich schnell und wirkungsvoll immer wieder neu anzupassen. Anpassungsfähigkeit ist die Grundvoraussetzung, um Beschäftigung auf hohem Niveau anbieten und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen zu können. Flexible Arbeitsmärkte sind die Kernvoraussetzung für Beschäftigungssicherheit der Arbeitnehmer, erklärte Hundt.

Zusätzliche Bürokratie mit neuem Verwaltungs- und Kostenaufwand muss in Zeiten von „better regulation“ tabu sein. Es verbieten sich zum Beispiel europaweite einheitliche Kriterien zur Definition von „Arbeitnehmern“ und „Selbständigen“. Der Mehrwert solcher Kriterien ist nicht ersichtlich, die Gefahr zusätzlicher Probleme jedoch groß. Auf europäischer Ebene dürfen keine Festlegungen getroffen werden, die der jeweiligen gewachsenen Rechtsnatur in den Mitgliedstaaten fremd sind, sagte Hundt.

PRESSE - INFORMATION Nr. 60 / 2007, 10.07.2007
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