29.09.2009

Systematische Berufsorientierung gegen Fachkräftemangel

Gemeinsam haben Bertelsmann Stiftung und Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT ein Praxishandbuch zur Berufs- und Studienorientierung entwickelt. Der neue Leitfaden soll die Schulen systematisch und praxisorientiert dabei unterstützen, ein umfassendes Gesamtkonzept zur Berufsorientierung umzusetzen.
„Die Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt muss uns zukünftig besser gelingen. Berufsorientierung sollte daher an allen weiterführenden Schulen ein integraler Bestandteil des Unterrichts sein,“ erklärt Frank Frick, Director des Programms Zukunft der Beschäftigung / Good Governance der Bertelsmann Stiftung.

Dem Wirtschaftsstandort Deutschland drohen die Fachkräfte auszugehen: Trotz Wirtschaftskrise fehlt es in vielen Bereichen an qualifiziertem Nachwuchs – insbesondere in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen. Diese werden noch immer von vielen Jugendlichen gemieden – oft aus mangelnder Kenntnis über die jeweiligen Zukunftsperspektiven. Sinkende Schülerzahlen verschärfen den Fachkräftemangel zusätzlich. Je weniger Schüler eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen, desto wichtiger ist es, dass sie die notwendigen Anforderungen der Arbeitswelt kennen und eine fundierte Berufswahlentscheidung treffen.

„Die Schulen allein können das nicht leisten. Sie müssen bei der Berufsorientierung mit Betrieben starke Teams bilden. Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT fördert diese Teambildung. Unser Netzwerk steht für seine Zusage, jeder interessierten Schule einen Kooperationspartner aus der Wirtschaft zu vermitteln,“ so Ernst Baumann, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT.


Leitfaden Berufsorientierung. Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und Studienorientierung an Schulen. Hrsg. von Bertelsmann Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT und MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH, Gütersloh: Verlag der Bertelsmann Stiftung 2009, 144 S. mit CD-ROM, 30 Euro. ISBN: 978-3-89204-972-2

PRESSE - INFORMATION Nr. 055 / 2009, 29. September 2009


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