16.10.2011

Thomas Sattelberger: Hochschulpakt aufstocken – Abschaffung von Studienbeiträgen falsches Signal

Zum Start des Wintersemesters erklärt Thomas Sattelberger, Vorsitzender des Arbeitskreises Hochschule/Wirtschaft von BDA, BDI und Hochschulrektorenkonferenz sowie Personalvorstand der Deutschen Telekom AG:
An deutschen Hochschulen beginnen mehr junge Menschen ein Studium als je zuvor. Wir sehen in diesen hohen Anfängerzahlen eine große Chance für Unternehmen und Gesellschaft. Die jungen Menschen sind ein riesiges Talentreservoir. Unternehmen sind auf sie auch wegen des Fachkräftemangels dringend angewiesen.

Voraussichtlich werden aber allein in diesem Jahr 50.000 Plätze für Studienanfänger nicht ausreichend finanziert sein. Ich appelliere an Bund und Länder, durch Aufstockung des Hochschulpakts eine angemessene Finanzierung sicherzustellen.

Mit der Abschaffung der Studienbeiträge in vielen Bundesländern hat die Politik den Hochschulen einen Bärendienst erwiesen und ein falsches Signal gesetzt. Da Studienbeiträge ausschließlich eingesetzt werden, um die Lehre zu verbessern, sind sie wichtig für die Qualitätssicherung. Durch Beiträge können zum Beispiel die Abbrecherquoten gesenkt werden. Jede Hochschule sollte die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, ob sie Beiträge erhebt oder nicht.

PRESSE - INFORMATION Nr. 052/2011, 16. Oktober 2011

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