27.09.2012

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Potenziale von Frauen auf dem Arbeitsmarkt nutzen

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:
Die Arbeitsmarktlage bleibt insgesamt stabil, auch wenn sich die konjunkturelle Delle bemerkbar macht. Dies darf aber nicht den Blick darauf verstellen, dass wegen des demografischen Wandels die Zahl der Erwerbspersonen massiv zurückgehen wird. Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

Es liegen noch immer ungenutzte Arbeitskräftepotenziale brach. Dies gilt vor allem auch für zahlreiche Frauen, die ungewollt mit einer geringeren wöchentlichen Stundenzahl oder gar nicht erwerbstätig sind. Das führt zu Qualifikationsverlusten, erhöht das Risiko von unzureichender Absicherung im Alter und verhindert die Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben.

Vielfach ist die schlechte Kinderbetreuungsinfrastruktur der Grund dafür, dass Eltern Familie und Beruf nur schwer miteinander vereinbaren können. Um gerade auch mehr Frauen vollzeitnahe Tätigkeiten zu ermöglichen, muss die Kinderbetreuungsinfrastruktur schnell bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Die Ausgestaltung der familienpolitischen Instrumente wirkt sich in Deutschland oft negativ auf die Erwerbsintegration von Frauen aus. Vielfach werden Anreize zum Rückzug aus der Erwerbstätigkeit nach der Familiengründung gesetzt. Um Frauen dauerhaft bessere Chancen einzuräumen, müssen bestehende Fehlanreize abgebaut und neue Fehlanreize wie durch das Betreuungsgeld vermieden werden.

PRESSE - INFORMATION Nr. 050/2012, 27. September 2012

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