12.06.2008

BDA zum Bildungsbericht 2008: Wir brauchen mehr Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungswegen

Zum heute vorgestellten Bildungsbericht erklärt Dr. Gerhard F. Braun, Vizepräsident der BDA und Vorsitzender des gemeinsamen Bildungsausschusses von BDA und BDI:

„Das deutsche Bildungssystem leidet immer noch unter einer zu geringen Durchlässigkeit. Dadurch werden Talente behindert, Potenziale verschüttet und Chancen behindert. Wer aber erfolgreich eine Berufsausbildung absolviert hat und anschließend auch ohne Abitur studieren möchte, dem muss dieser Weg offen stehen. Dieses Potenzial muss genutzt werden, denn Praktiker sind in der Regel motiviert und wissen, was sie wollen, so dass sie ein Studium zügig zum Abschluss bringen.

Es darf im Bildungs- und Beschäftigungssystem keine Sackgassen und Abschottungen zwischen den verschiedenen Bildungs- und Ausbildungswegen geben. Die starke Versäulung und der weit verbreitete „Standesdünkel“ müssen überwunden werden. Unser Bildungssystem ist zu unflexibel. Ziel muss die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Ausbildungs-, Schul- und Hochschulformen wie zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem sein: Jeder Abschluss muss einen Anschluss ermöglichen. Wir brauchen neue Möglichkeiten für individuellere Bildungs- und Lebenswege.“


PRESSE - INFORMATION Nr. 049 / 2008, 12. Juni 2008
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN