02.06.2010

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Zwar Schritt weg von lohnbezogener Finanzierung, aber für Arbeitgeber teuer und bürokratisch

Zu den Plänen des Bundesgesundheitsministers, die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung neu zu ordnen, erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:
Die Vorschläge des Bundesgesundheitsministers bedeuten zwar einen Schritt weg von der einseitig lohnbezogenen Finanzierung, aber sie sind mit erheblichen Belastungen für die Arbeitgeber verbunden.

Für die Arbeitgeber bedeuten die Pläne höhere Lohnzusatzkosten und neue Bürokratie: Die geplante Anhebung des Beitragssatzes für Arbeitgeber um 0,3 Prozentpunkte verteuert die Arbeitskosten um mehr als zwei Milliarden Euro. Dies widerspricht der Zusage im Koalitionsvertrag, die Lohnzusatzkosten stabil zu halten. Die Einführung gestaffelter Beitragssätze würde die Bürokratie bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung deutlich aufblähen. Unklar bleibt, wie künftige Ausgabensteigerungen finanziert werden sollen.

Einziger Pluspunkt ist, dass der Teil der Krankenversicherung, der nicht mehr über Löhne und Gehälter, sondern einkommensunabhängig finanziert wird, von heute maximal fünf auf künftig rund zehn Prozent steigt. Das ist zumindest ein weiterer Schritt weg von der einseitig lohnbezogenen Finanzierung.


PRESSE - INFORMATION Nr. 026/2010, 02. Juni 2010

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