01.04.2008

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Erfolge am Arbeitsmarkt nicht verspielen – Vollbeschäftigung bei richtiger Politik möglich

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:

Auch im März blieb die Entwicklung am Arbeitsmarkt erfreulich. Ich begrüße und unterstütze ausdrücklich, dass auch die Politik das Ziel „Vollbeschäftigung“ wieder als realisierbar anerkennt und verfolgt. Umso besorgter bemängle ich, dass politische Fehlentscheidungen die Chance auf weiteren nachhaltigen Abbau der Arbeitslosigkeit zu verspielen drohen.

Es ist Gift für die Beschäftigung, wenn die Bundesregierung nun – wie im Bereich der Renten- und Pflegeversicherung – neue teure Ausgabenprogramme beschließt und so die Lohnzusatzkosten wieder in die Höhe treibt, statt sie weiter zu senken. Gift für die Beschäftigung ist die Idee, durch neue bürokratische Hürden den Jobmotor Zeitarbeit abzuwürgen und Gift für die Beschäftigung sind auch staatliche Mindestlöhne. Gerade wenig qualifizierten Langzeitarbeitslosen verbauen sie den Weg in Lohn und Brot und entfalten so ihre unsozialste Wirkung.

Wenn die Beschäftigungserfolge der beiden letzten Jahre vor dem aktuellen Hintergrund einer sich eintrübenden Konjunktur nicht schnell verspielt, sondern gesichert und ausgebaut werden sollen, muss die Politik mit aller Kraft und Konsequenz zum richtigen Reformkurs zurückkehren und darf sich nicht verführen lassen, vorgezogene, vermeintliche Wahlgeschenke zu verteilen.


PRESSE - INFORMATION Nr. 026 / 2008, 1. April 2008
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