Dez

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Deutscher Arbeitgebertag 2012

Von Nicole Becker

Am 16. Oktober 2012 fand der Deutsche Arbeitgebertag (kurz DAT) in Berlin statt. Veranstaltungsort war wie in den Jahren zuvor das Maritim Hotel im Bezirk Tiergarten. Für mich war dies die erste Veranstaltung dieser Größenordnung, so dass ich diese mit Spannung erwartete. Geladen waren 1.500 Gäste, darunter politische Prominenz, Unternehmensvertreter etc. Am Vormittag wurde der DAT vom Arbeitgeberpräsidenten, Professor Hundt, eröffnet. Hieran schloss sich die Verleihung des Bildungspreises an. Im weiteren Verlauf des Vormittags folgten Reden der wichtigsten Spitzenpolitiker des Bundes, an erster Stelle der Bundeskanzlerin. Für mich war es eine sehr beeindruckende Erfahrung, diese Persönlichkeiten aus unmittelbarer Nähe zu erleben.

Am Nachmittag fanden verschiedene Foren zu unterschiedlichen aktuellen Themen statt. Dabei bestand die Möglichkeit, sich aktiv an den Gesprächen und Diskussionen zu beteiligen, Fragen zu stellen, Vorschläge zu unterbreiten etc. Abgerundet wurde der Tag durch das abendliche „get together“ – eine ideale Gelegenheit, um Gespräche zu führen, berufliche Kontakte zu knüpfen und andere Kollegen aus dem GFN- Programm der BDA kennenzulernen. Der Deutsche Arbeitgebertag 2012 – meiner Meinung nach eine großartige, sehr gelungene Veranstaltung!

Nach einem ersten Kennenlernen am DAT fand schon am folgenden Tag ein GFN- Treffen im Haus der Deutschen Wirtschaft statt. Es war interessant und hilfreich, sich mit den Kollegen über Erfahrungen auszutauschen und Näheres über die unterschiedlichen Stagen zu erfahren. Neben Berlin sind derzeitige Einsatzorte Darmstadt, Hamburg, Köln und Wiesbaden. Wo mein weiterer Weg hinführt, kann ich vielleicht schon in meinem nächsten Bericht verraten.

In den vergangenen Wochen habe ich mich inhaltlich besonders mit dem Thema „bekannter Versender“ beschäftigt. Gegenstand ist die Verordnung EG Nr. 300/2008 über gemeinsame Vorschriften für die Sicherheit in der Zivilluftfahrt vom 11.03.2008, die Detailregelungen sind der Verordnung (EU) Nr. 185/2010 zu entnehmen. Was sich anfänglich nach wenig bis gar keiner arbeitsrechtlichen Relevanz anhört, hat doch erhebliche Auswirkungen sowohl für den individual- als auch für den kollektivrechtlichen Bereich. Es handelt sich um eine Thematik, in die viele Rechtsgebiete Eingang finden. Für das Arbeitsrecht relevant sind hier insbesondere das Betriebsverfassungsrecht und der Datenschutz, daneben aber auch allgemein Fragen des Zivilrechts.

Die Verordnung statuiert für Unternehmen neue Anforderungen, was den Versand von Luftfracht anbelangt. Konkret geht es um Sicherheitsanforderungen, welche die Unternehmen nicht nur mit rechtlichen, sondern auch mit tatsächlichen Frage- und Problemstellungen konfrontieren. So können bspw. bauliche Maßnahmen im Betrieb notwendig werden, was einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand für die Arbeitgeber bedeutet. Zudem müssen bestimmte Personalkategorien spezifischen Überprüfungen unterzogen werden. Hier werden dann datenschutzrechtliche Fragen und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates relevant. Am Ende des – mitunter sehr zeitintensiven – Verfahrens steht schließlich bei Erfüllung aller Voraussetzungen die behördliche Zulassung als bekannter Versender. Alles in allem ein sehr interessantes Thema, zu dem noch einiges zu erwarten sein dürfte. Mehr zu gegebener Zeit!

Nach meinem Urlaub bin nun zurück im Büro und gespannt, welche Aufgaben mich erwarten. Hiervon werde ich natürlich wieder berichten.

Bis dahin beste Grüße aus Berlin!

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