03.11.2016

Arbeitgeberpräsident Kramer: Integration braucht Zeit, Rahmenbedingungen weiter verbessern

Zum Treffen der Bundeskanzlerin mit in der Flüchtlingsintegration engagierten Gruppen erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Monat für Monat schaffen immer mehr Flüchtlinge den Sprung in eine Ausbildung oder Beschäftigung. Das ist Ergebnis großer Anstrengungen der Sozialpartner und anderer Gruppen, die sich heute im Kanzleramt getroffen haben.

Es ist aber noch zu früh, Bilanz zu ziehen: Die Integration in den Arbeitsmarkt braucht Zeit. Vor allem wegen fehlender Deutschkenntnisse und geringer Qualifikationen ist die Integration ein Dauerlauf und kein Sprint. Die ersten Zahlen sind durchaus positiv: Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern ist innerhalb des letzten Jahres um über ein Drittel auf fast 150.000 gestiegen.

Wir unterstützen den Kurs der Bundeskanzlerin, die Rahmenbedingungen für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt weiter zu verbessern. Notwendig sind eine vollständige Aufhebung des Beschäftigungsverbots in der Zeitarbeit und eine verbindliche Zuweisung in Angebote zur Sprachförderung. Die 3+2-Lösung bei der Ausbildung sollte bundesweit engagiert und einheitlich genutzt werden. Auch Jugendliche über 18 sollten eine Schulausbildung beenden können.

Wir brauchen eine flächendeckende statt nur eine punktuelle Aussetzung der Vorrangprüfung und eine Öffnung der Instrumente zur Ausbildungsförderung ab Abschluss des Ausbildungsvertrags auch für Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive und Geduldete ohne Arbeitsverbot.

PRESSE - INFORMATION Nr. 050/2016, 3. November 2016

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