02.02.2016

Arbeitgeberpräsident Kramer: Robuster Arbeitsmarkt trotz konjunktureller Risiken, Integration von Flüchtlingen bietet Chance

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
Der noch erfreulich robuste Arbeitsmarkt darf nicht über konjunkturelle Risiken durch wirtschaftliche Abschwächungen großer Handelspartner wie China und durch wachsende geopolitische Krisen hinwegtäuschen. Umso mehr müssen wir jetzt zusätzliche Belastungen für unsere Betriebe vermeiden.

Mit der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt kommt eine große Herausforderung auf uns zu. Der gute Wille auf Seiten der Unternehmen und die Motivation auf Seiten der vorwiegend jungen Flüchtlinge ist gegeben und bietet angesichts unserer demographischen Entwicklung eine Chance. Aber die objektiven Schwierigkeiten und Unterstützungsnotwendigkeiten sind groß.

Insbesondere die individuelle Sprachförderung muss mit den dazu erforderlichen finanziellen Mitteln voll unterlegt werden, denn mangelnde Sprachkenntnisse erweisen sich bereits nach den kurzen aktuellen Erfahrungen als Hauptgrund für Abbrüche von Ausbildungsanstrengungen. Außerdem muss für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive und für längere Zeit Geduldete das gesamte Förderinstrumentarium frühzeitig und nicht erst nach 15 Monaten gesetzlich geöffnet werden.

Die bisher bekannten Pläne des Bundesarbeitsministeriums zur massiven Einschränkung von Zeitarbeit und Werkverträgen wären Gift für die Beschäftigung. Ohne grundlegende Änderungen würden sie ein Angriff auf die moderne, arbeitsteilige Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen bedeuten.


PRESSE - INFORMATION Nr. 006/2016, 2. Februar 2016

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