Okt

22

100 Jahre Sozialpartnerschaft

Von Leonie Kirchner

Der Begriff Sozialpartnerschaft fällt oft in der BDA und im Sozialkundeunterricht der Berufsschule. Aber was sich wirklich dahinter verbirgt, machte die Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen eines Abkommens deutlich, das 1918 Unternehmer Hugo Stinnes und Gewerkschafter Carl Legien besiegelten.

Gewerkschaften wurden von den Arbeitgebern als Vertreter der Arbeiterschaft akzeptiert. Verhandlungen wurden auf Augenhöhe geführt. Der Beginn der Sozialpartnerschaft ebnete den Weg heutiger „Selbstverständlichkeiten“ u. a. Tarifverhandlungen zu Gehalt, Arbeitszeit, Urlaub. Auf der Veranstaltung wurde deutlich, dass diese Privilegien in der sich ändernden – zunehmend digitalen – Gesellschaft/Arbeitswelt weiter gestaltet und verteidigt werden müssen.


BDA und Deutscher Gewerkschaftsbund ehrten das Abkommen gemeinsam mit einem Festakt, an dem hochrangige Gäste teilnahmen, u. a. Bundespräsident Steinmeier, Bundesarbeitsminister Heil und Bundeswirtschaftsminister Altmaier.

Die GDA, in der ich zurzeit eingesetzt bin, richtete die Veranstaltung aus. Neben der Organisation von Bühne, Technik, Catering u. v. m. lag meine besondere Aufgabe darin, eine Sitzordnung für die VIP-Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften zu erstellen und am Veranstaltungstag selbst zu platzieren.

Erstmals kam ich mit Fragen des Protokolls in Berührung. Dahinter verbirgt sich „Wer darf neben wem sitzen und vor allem in welcher Reihenfolge?“ Jede Menge Vorschriften hinsichtlich des Besuchs des Bundespräsidenten sind zu beachten und erfolgten in enger Rücksprache mit dem Bundespräsidialamt. Diese Aufgabe war definitiv nicht alltäglich und lieferte einen spannenden Einblick.

Dank guter Teamarbeit und der Initiative aller Beteiligten war die Veranstaltung ein voller Erfolg, sodass abschließend wirklich jeder auch ein bisschen stolz auf sich selber sein durfte.

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