02.11.2017

Arbeitgeberpräsident Kramer: Weg frei für Beschäftigung - Lohnzusatzkosten im Koalitionsvertrag begrenzen

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in Bestform, aber das ist kein Selbstläufer.

Nachhaltig handeln bedeutet, dass wir uns für langfristiges Wachstum anstrengen. Wir müssen uns dafür wappnen, dass Unternehmen und Arbeitsplätze auch mal wieder konjunkturellen Gegenwind bekommen.


Deshalb fordere ich klare Festlegungen im neuen Koalitionsvertrag, wie wir die Lohnzusatzkosten im Griff behalten:


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Die Sozialbeiträge müssen langfristig insgesamt unter 40 Prozent bleiben.

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Der Arbeitgeberanteil in der gesetzlichen Krankenversicherung muss weiter auf dem heutigen Niveau festgeschrieben bleiben. Wir Arbeitgeber schultern heute schon durch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einen insgesamt erheblich höheren Beitrag an den Krankheitskosten als die Arbeitnehmer.

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In der Arbeitslosenversicherung wird voraussichtlich 2018 eine ausreichende Reserve von 20 Milliarden Euro erreicht werden. Dann ist eine Beitragssenkung richtig.

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Eine Rentenkommission ist eine gute Idee, um die Altersvorsorge für die Zeit über 2030 hinaus im Konsens zu gestalten.

Ich warne Jamaika davor, durch arbeitsplatzschädliche Leistungsausweitungen Zukunftschancen zu verspielen.
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